„Entwicklung findet nie in der Komfortzone statt.“

„Entwicklung findet nie in der Komfortzone statt.“

Monika Schaller gilt als Mentorin, die Talente mit Nachdruck fördert  – aber auch viel von ihnen verlangt. Im Interview sagt die SAP-Kommunikationschefin, was der Comms-Nachwuchs von heute tun muss, um weiterhin eine Bedeutung im GefĂŒge einer Organisation zu haben. Und was er von seinen Chefs einfordern darf.

Das Narrativ ist bekannt: KI schafft immer mehr BĂŒrojobs ab, insbesondere Einsteigerstellen fallen weg. Sind PR und Kommunikation fĂŒr Talente ĂŒberhaupt noch ein attraktives Berufsfeld?

Ja, absolut. Kommunikation bleibt auch im KI-Zeitalter ein attraktives Berufsfeld, weil sie ein People Business ist. Entscheiderinnen, Mitarbeitende und Medien erwarten keine reine Textproduktion. Sie suchen Menschen, die zuhören, ZusammenhĂ€nge erkennen und Orientierung geben. Der Einstieg in den Beruf wird sich verĂ€ndern: Wer Kommunikation nur als AusfĂŒhrung versteht, wird es schwerer haben. Wer dagegen beraten kann, Beziehungen gestaltet und ein gutes GespĂŒr fĂŒr Situationen entwickelt, wird wichtiger denn je.

Was mĂŒssen Absolventen heute ganz konkret können, wenn sie im Konzernumfeld starten?

ZunĂ€chst brauchen sie weiterhin ein starkes sprachliches Fundament. Dazu zĂ€hlt prĂ€zises Schreiben ebenso wie ein gutes GespĂŒr fĂŒr TonalitĂ€t und die FĂ€higkeit, komplexe Themen verstĂ€ndlich zu machen. Gleichzeitig mĂŒssen sie KI selbstverstĂ€ndlich als Werkzeug einsetzen können. Wer kĂŒnftig in der Kommunikation arbeitet, sollte Technologie nicht als Zusatzkompetenz begreifen, sondern als festen Bestandteil professioneller Kommunikationsarbeit.
Mindestens genauso wichtig ist aber etwas anderes: Neugier. Junge Kommunikatoren mĂŒssen Dinge hinterfragen, unterschiedliche Perspektiven verstehen wollen und bereit sein, ĂŒber die Grenzen der Kommunikationsabteilung hinauszuschauen. Wer die BedĂŒrfnisse des Business nicht versteht, wird auch keine gute Kommunikationsberatung leisten können.

Und was mĂŒssen sie bereit sein zu lernen?

Sie mĂŒssen lernen, RĂ€ume zu lesen – das ist aus meiner Sicht eine Kernkompetenz. Teil des Lernprozesses ist auch, tragfĂ€hige Beziehungen aufzubauen und schwierigen GesprĂ€chen nicht auszuweichen. Dann mĂŒssen sie lernen, eigene Urteile zu fĂ€llen und zeitig Verantwortung zu ĂŒbernehmen. Auch wenn sie sich noch nicht vollstĂ€ndig bereit fĂŒhlen.
Denn im KI-Zeitalter entsteht der Mehrwert des Menschen nicht durch das Produzieren von Texten, sondern durch das Einordnen, Bewerten und Entscheiden. Genau diese FĂ€higkeiten werden kĂŒnftig ĂŒber Erfolg oder Misserfolg entscheiden.

About

Unser Host fĂŒr das #30u30 Camp 2026 ist SAP. Das Walldorfer Softwareunternehmen ist weltweit tĂ€tig und entwickelt Unternehmenssoftware und cloudbasierte Lösungen fĂŒr Unternehmen unterschiedlichster Branchen. In der globalen Kommunikation arbeiten mehr als 300 Kommunikationsexperten und-expertinnen daran, die Reputation von SAP zu stĂ€rken und den Dialog mit Medien, Analyst, Influencer und Mitarbeitenden zu gestalten. FĂŒr Comms-Talente bietet SAP unterschiedliche Einstiegs- und Entwicklungsmöglichkeiten.

Wir sprechen viel von psychologischer Sicherheit und Entwicklungschancen. Welche Rolle spielen auf der anderen Seite Leistungsbereitschaft und die FÀhigkeit, mit Druck oder EnttÀuschungen umzugehen?

Eine sehr große. Entwicklung findet nie in der Komfortzone statt. Wer wachsen möchte, muss Verantwortung ĂŒbernehmen und offen fĂŒr Feedback bleiben. Dazu gehört auch, Kritik auszuhalten und RĂŒckschlĂ€ge nicht als Scheitern, sondern als Teil des Lernprozesses zu begreifen.
Die besten Talente warten nicht darauf, dass ihnen Chancen serviert werden. Sie gehen selbst nach vorne, bringen sich ein und vertreten eine eigene Position, auch wenn das gelegentlich Widerspruch bedeutet. Psychologische Sicherheit heißt nicht, dass alles bequem ist. Sie schafft vielmehr den Raum, Fragen zu stellen, Fehler zu machen und trotzdem leistungs- und lernbereit zubleiben.

Was muss der Comms-Nachwuchs von heute tun, um weiterhin eine Bedeutung im GefĂŒge einer Organisation zu haben?

Es braucht ein Berater-Mindset vom ersten Tag an. Junge Kommunikatorinnen und Kommunikatoren sollten aufmerksam zuhören,Muster erkennen und Empfehlungen entwickeln, die ĂŒber reine Umsetzung hinausgehen. Kommunikation muss nĂ€her ans GeschĂ€ft, nĂ€her an die Menschen und nĂ€her an strategische Entscheidungen rĂŒcken. Das nenne ich immer “earn your seat at the table”.

Und was darf er dafĂŒr von Chefinnen, Mentoren und Peers einfordern?

Viel. Junge Menschen dĂŒrfen erwarten, dass man sie ernst nimmt, ihnen Vertrauen schenkt und sie frĂŒh an anspruchsvolle Aufgaben heranfĂŒhrt. Ganz essentiell ist dabei „Learning on the Job“: Also dass der Nachwuchs mit erfahrenen Kolleginnen und Kollegen mitlĂ€uft, etwa Einblicke in GesprĂ€che mit VorstĂ€nden oder Journalisten erhĂ€lt – und dann Schritt fĂŒr Schritt Verantwortung ĂŒbernimmt. Das bedeutet manchmal vielleicht auch, ins kalte Wasser geworfen zu werden. Unternehmen mĂŒssen junge Talente stĂ€rker fördern. Coaching, Mentoring und konstruktives Feedback sind dafĂŒr zentral. Ebenso wichtig ist die Bereitschaft, Verantwortung zu delegieren – selbst wenn das kurzfristig mehr Aufwand bedeutet. Ich bin ehrlich: Mir fĂ€llt das auch nicht immer leicht. Aber wer heute nicht in Nachwuchs investiert, wird morgen keine starken Senior-Teams haben.

Menschen bei SAP

Monika Schaller
Monika Schaller

Chief Communications Officer

In ihrer Rolle ist Monika Schaller verantwortlich fĂŒr die Entwicklung und Umsetzung der gesamten Kommunikationsstrategie von SAP. Sie agiert als strategische Beraterin des Vorstands und ist Mitglied des erweiterten Vorstands. Vor ihrem Wechsel zu SAP war sie Executive Vice President bei der Deutschen Post DHL Group, wo sie den Bereich Konzernkommunikation, Nachhaltigkeit und Marke leitete. FrĂŒhere Stationen waren die Deutsche Bank und Goldman Sachs, hier spielte sie eine SchlĂŒsselrolle in der Kommunikationsstrategie wĂ€hrend der globalen Finanzkrise 2008.

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„Mit der Erfahrung von heute wĂ€re ich frĂŒher gelassener gewesen.“

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Paula Accordi war 2023 Teil der #30u30-Crew. Die Auszeichnung sieht sie als WertschĂ€tzung, viel wichtiger sei aber das Netzwerk, das damit verbunden ist. Als Alumna hat sie die Initiative zu SAP geholt, unserem Host fĂŒr das Camp 2026. Im Interview spricht Paula ĂŒber ihren Werdegang und darĂŒber, wie es ist, mit einem Comms-Promi wie Monika Schaller zusammen zu arbeiten.

Vom Tennis-College in die CEO-Kommunikation

Vom Tennis-College in die CEO-Kommunikation

Lisa Keller kam als Werkstudentin zu SAP. Fuß fasste sie ĂŒber die SAP Academy, ein bereichsĂŒbergreifendes Programm fĂŒr Berufseinsteiger, bei dem Talente das Unternehmen in Rotationen kennenlernen. Heute ist Lisa fest im Team fĂŒr CEO-Comms.

„KI hilft uns, wieder mehr vom Kern unserer Arbeit zu machen.“

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Hannah Jeitner ist bei SAP dafĂŒr zustĂ€ndig, KI-Tools und -Prozesse sinnvoll in die Kommunikationsteams zu bringen. Ihre Rolle baute sie sich selbst – nachdem sie eine einfache Beobachtung gemacht hatte: Kommunikatoren und Kommunikatorinnen verbringen zu viel Zeit mit Aufgaben, fĂŒr die es ihre eigentliche Expertise gar nicht braucht.

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„Man muss nicht den ganzen Weg kennen.“

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Als Njoga Jalango 2023 nach Deutschland kam, ließ er seine Heimat Kenia und eine Karriere im Journalismus hinter sich. Über das AFRIKA KOMMT!-Fellowship kam er zu SAP und arbeitet heute als Editorial Coordinator in der Global Public Relations.

„KI hilft uns, wieder mehr vom Kern unserer Arbeit zu machen.“

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Hannah Jeitner ist bei SAP dafĂŒr zustĂ€ndig, KI-Tools und -Prozesse sinnvoll in die Kommunikationsteams zu bringen. Ihre Rolle baute sie sich selbst – nachdem sie eine einfache Beobachtung gemacht hatte: Kommunikatoren und Kommunikatorinnen verbringen zu viel Zeit mit Aufgaben, fĂŒr die es ihre eigentliche Expertise gar nicht braucht.

Als Hannah Jeitner 2019 ĂŒber eine Zeitarbeitsfirma bei SAP einstieg, steckte KĂŒnstliche Intelligenz im Konzernumfeld noch in den Kinderschuhen. In der Kommunikation wusste man darum, probierte auch hier und da etwas aus. „Aber so richtig strukturiert genutzt wurden die Möglichkeiten nicht“, erinnert sich Hannah. Sie war in der tĂ€glichen Arbeit auf verschiedene Tools gestoßen, die ihr – wie sie sympathisch offen berichtet – entgegenkamen, „weil ich ein bisschen faul bin“. Sie probierte weiter und merkte schnell: Wiederkehrende Prozesse lassen sich mithilfe von KI automatisieren, lĂ€stige administrative Aufgaben an die Maschine abgeben. Nicht nur von ihr als Einzelner, sondern als Standard in ganzen Teams und Abteilungen.

„Das große Problem ist doch, dass administrative Arbeit uns viel zu oft von den strategischen Aufgaben abhĂ€lt, fĂŒr die wir eigentlich gebraucht werden“, sagt Hannah. Ihr Ziel: Kommunikatoren und Kommunikatorinnen wieder mehr Raum und Zeit fĂŒr ihre echte Expertise geben.

Es ist kein Geheimnis, dass sich mit der Pandemie, den von Krisen geprĂ€gten Folgejahren und dem rasanten technologischen Wandel der Druck auf Kommunikationsabteilungen erhöhte. „Reportings, Abstimmungen, immer mehr operative Aufgaben. Man war oft fokussiert aufs Reagieren, hatte wenig Zeit fĂŒr HintergrĂŒnde, Trendbeobachtung oder proaktive Projekte“, sagt Jeitner.

Sie machte sich im Team und bei ihren Vorgesetzten stark dafĂŒr, KI-Prozesse als Teil der Antwort auf die neuen Herausforderungen weiter zu optimieren. Das kam an. „Ich habe zur richtigen Zeit auf das richtige Thema gesetzt“, findet sie heute. Als KI zum breiten Thema wurde, konnte sie an die Idee anknĂŒpfen, die sie schon lĂ€nger beschĂ€ftigte: Technologie nicht schlicht als neues Werkzeug zu betrachten, sondern als Möglichkeit, Kommunikationsarbeit grundsĂ€tzlich anders zu organisieren. 

About

Unser Host fĂŒr das #30u30 Camp 2026 ist SAP. Das Walldorfer Softwareunternehmen ist weltweit tĂ€tig und entwickelt Unternehmenssoftware und cloudbasierte Lösungen fĂŒr Unternehmen unterschiedlichster Branchen. In der globalen Kommunikation arbeiten mehr als 300 Kommunikationsexperten und-expertinnen daran, die Reputation von SAP zu stĂ€rken und den Dialog mit Medien, Analyst, Influencer und Mitarbeitenden zu gestalten. FĂŒr Comms-Talente bietet SAP unterschiedliche Einstiegs- und Entwicklungsmöglichkeiten.

Hannah ist eine Art Kuratorin fĂŒr KI in der Kommunikation bei SAP. Angesiedelt bei Global Comms treibt sie die Themen gemeinsam mit einer Kollegin voran. Dabei geht es um Tools und ihre Anwendung – aber nicht nur. Hannah spricht mit Teams ĂŒber Prozesse, teilt Best Cases, entwickelt konkrete Lösungen und bringt Kollegen aus unterschiedlichen Kommunikationsdisziplinen zusammen. Eine interne Gruppe aus Bereichen wie Media Relations, Mitarbeiterkommunikation und regionalen Teams hilft dabei, Erfahrungen und gute AnsĂ€tze in der Organisation weiterzugeben – das kann eine neue Anwendung sein, aber auch ein guter Prompt.

Was Hannah an ihrer Aufgabe besonders reizt? „Der direkte Effekt, den meine Arbeit auf meine Kollegen und Kolleginnen hat.“ Technologie soll ihnen nicht möglichst viel Kommunikation abnehmen, sondern Aufgaben, die sie davon abhalten, ihre Expertise einzusetzen.

Dass diese VerĂ€nderung auch Unsicherheit auslöst, gehört fĂŒr sie dazu. „Wenn die KI Teile der TĂ€tigkeiten ĂŒbernimmt, stellt sich zwangslĂ€ufig die Frage, was vom eigenen Job bleibt“, rĂ€umt sie ein. Offene GesprĂ€che ĂŒber Ängste gehören fĂŒr sie genauso zum Job wie ihr technologisches Know-how und ihre Begeisterung fĂŒr KI-Tools.

FĂŒr die Zukunft sieht sie darin eine grundsĂ€tzliche Chance fĂŒr die Profession: weg vom Blick auf einzelne Deliverables, hin zu Beratung, Strategie, Wirkung und kommunikativer Expertise. „Wir mĂŒssen uns wieder auf das besinnen, was eigentlich der Kern unserer Aufgabe ist.“

Talente bei SAP

Hannah Jeitner
Hannah Jeitner

Global Communications bei SAP

Hannah Jeitner kam ĂŒber eine Zeitarbeitsforma zu SAP . Ihre Stelle als KI-Speziallistin im Comms-Team baute sie sich quasi selbst. 

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Vom Tennis-College in die CEO-Kommunikation

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Lisa Keller kam als Werkstudentin zu SAP. Fuß fasste sie ĂŒber die SAP Academy, ein bereichsĂŒbergreifendes Programm fĂŒr Berufseinsteiger, bei dem Talente das Unternehmen in Rotationen kennenlernen. Heute ist Lisa fest im Team fĂŒr CEO-Comms.

„Mit der Erfahrung von heute wĂ€re ich frĂŒher gelassener gewesen.“

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Paula Accordi war 2023 Teil der #30u30-Crew. Die Auszeichnung sieht sie als WertschĂ€tzung, viel wichtiger sei aber das Netzwerk, das damit verbunden ist. Als Alumna hat sie die Initiative zu SAP geholt, unserem Host fĂŒr das Camp 2026. Im Interview spricht Paula ĂŒber ihren Werdegang und darĂŒber, wie es ist, mit einem Comms-Promi wie Monika Schaller zusammen zu arbeiten.

Vom Tennis-College in die CEO-Kommunikation

Vom Tennis-College in die CEO-Kommunikation

Lisa Keller kam als Werkstudentin zu SAP. Fuß fasste sie ĂŒber die SAP Academy, ein bereichsĂŒbergreifendes Programm fĂŒr Berufseinsteiger, bei dem Talente das Unternehmen in Rotationen kennenlernen. Heute ist Lisa fest im Team fĂŒr CEO-Comms.

Dass sie einmal in der Kommunikation arbeiten wĂŒrde, war keinesfalls gesetzt. Lisa studierte International Business in den USA – als Leistungssportlerin erhielt sie nach dem Abitur ein Tennis Stipendium fĂŒr ein College in Milwaukee. Dort belegte sie auch Comms-Kurse. Zwar „nur“ als Nebenfach, aber, wie sie heute sagt, war das „der erste kleine Funke“.

Nach ihrer RĂŒckkehr in die Heimat absolvierte sie einen Master in Management und Leadership an der SRH Hochschule Heidelberg und heuerte bei SAP als Werkstudentin an. Sie ĂŒbernahm Marketing- und Kommunikationsaufgaben und merkte, dass sich ihr Business-Hintergrund und ihr Interesse an Kommunikation gut verbinden lassen.

Ein Match, das sie auf ihrem weiteren Weg begleiten sollte. 2024 startete sie die SAP Academy. Bewerben können sich Talente hier fĂŒr drei verschiedene „Tracks“: Data & Technology, HR und Strategy & Operations – der Bereich, fĂŒr den Lisa sich bewarb.

Das Auswahlverfahren beinhaltet mehrere Interviews sowie zwei Assessment Center, pro Jahrgang starten rund 20 Trainees das Programm. Die Idee: ein Jahr lang herausfinden, wo die eigenen Interessen und StĂ€rken liegen, und wo man im Unternehmen am besten wirken kann. In drei Rotationen können die Teilnehmenden unterschiedliche Teams des Konzerns kennenlernen – unabhĂ€ngig davon, fĂŒr welchen Track sie sich ursprĂŒnglich beworben haben. Die Übernahme im Anschluss ist garantiert, unter der Voraussetzung, dass man ein Team mit einer passenden Stelle findet. Eigeninitiative ist explizit gefragt. „Es geht darum zu lernen, aber auch darum, sich bereits in dieser Zeit selbst ins Spiel zu bringen“, sagt Lisa.

hre erste Station fĂŒhrte sie an die Schnittstelle von Beratung und Vertrieb. Sie nahm an Kundenterminen teil und befasste sich so intensiv mit der konkreten Anwendung der SAP-Software in verschiedenen Kontexten. Danach wechselte sie ins Office von Monika Schaller, Chief Communications Offer bei SAP, und bekam Einblicke in Medienarbeit, Positionierung, Executive und Finanzkommunikation. Die Inhalte selbst, aber auch das Wechseln zwischen den Abteilungen waren wichtige Learnings, findet die heute 27-JĂ€hrige. „Es hilft, flexibel zu bleiben und sich schnell auf neue Situationen einzustellen.“

 

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Unser Host fĂŒr das #30u30 Camp 2026 ist SAP. Das Walldorfer Softwareunternehmen ist weltweit tĂ€tig und entwickelt Unternehmenssoftware und cloudbasierte Lösungen fĂŒr Unternehmen unterschiedlichster Branchen. In der globalen Kommunikation arbeiten mehr als 300 Kommunikationsexperten und-expertinnen daran, die Reputation von SAP zu stĂ€rken und den Dialog mit Medien, Analyst, Influencer und Mitarbeitenden zu gestalten. FĂŒr Comms-Talente bietet SAP unterschiedliche Einstiegs- und Entwicklungsmöglichkeiten.

Sie gibt zu: Als sie die Chance bekam, fĂŒr ihre dritte Rotation in die CEO-Kommunikation von SAP zu wechseln, hatte sie Zweifel. „Ich war mir nicht sicher, ob ich mir das schon so zutraue“, sagt sie. Kommunikationschefin Monika Schaller und das Team ermutigen sie. „Von der Kommunikationschefin zu hören, dass sie hinter einem steht, ist natĂŒrlich ein tolles GefĂŒhl“, sagt sie. Auch der Zuspruch der Kollegen und Kolleginnen trug maßgeblich dazu bei, dass sie den Sprung wagte.

Und tatsĂ€chlich wurde aus der dritten Rotation in Lisas Trainee-Zeit ihre heutige Rolle: Seit Mai 2025 gehört sie zum CEO-Communications-Team bei SAP. Sie verantwortet die Social-Media-Kommunikation von CEO Christian Klein auf LinkedIn und Instagram. Ihre Gen-Z-Perspektive spiele dabei eine wichtige Rolle und werde explizit geschĂ€tzt, sagt sie. Passend dazu fallen Kooperationen und Kontakte mit UniversitĂ€ten in ihren Aufgabenbereich. Dazu kommen Projekte aus den Bereichen Social Responsibility, interne Kommunikation, Finanzkommunikation oder Government Affairs. Im Team kĂŒmmert sie sich zudem um die KI-gestĂŒtzte Weiterentwicklung der internen Prozesse.

Dass sie mit dem Tempo der CEO-Kommunikation umgehen kann, fĂŒhrt Keller auch auf den Leistungssport zurĂŒck. Jahrelanges Training parallel zu Schule und Studium habe ihr Disziplin, Resilienz und den Umgang mit Druck vermittelt. Die Academy wiederum habe sie gelehrt, Chancen anzunehmen, bevor sie sich fĂŒr eine Aufgabe vollstĂ€ndig bereit fĂŒhlt.

Aktuell will Lisa sich im CEO-Kommunikationsteam weiterentwickeln. Gleichzeitig ist die Neugier auf andere Bereiche geblieben, die schon ihre Zeit in der Academy geprĂ€gt hat. Produktmarketing, Produktmanagement oder auch Business AI kann sie sich als spĂ€tere Stationen vorstellen. „Mir gefĂ€llt der Gedanke, mich mit der Software, die wir verkaufen, noch tiefer zu befassen und das Business in seiner Gesamtheit noch besser zu verstehen.“

Talente bei SAP

Lisa Keller
Lisa Keller

Senior Specialist Cross Communication Projects

Lisa Keller kam als Werkstudentin zu SAP und absolvierte dort ein Traineeprogramm. Heute ist sie im Team fĂŒr die CEO-Kommuniation.

Verwandt

„Man muss nicht den ganzen Weg kennen.“

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Als Njoga Jalango 2023 nach Deutschland kam, ließ er seine Heimat Kenia und eine Karriere im Journalismus hinter sich. Über das AFRIKA KOMMT!-Fellowship kam er zu SAP und arbeitet heute als Editorial Coordinator in der Global Public Relations.

„KI hilft uns, wieder mehr vom Kern unserer Arbeit zu machen.“

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„Entwicklung findet nie in der Komfortzone statt.“

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Monika Schaller gilt als Mentorin, die Talente mit Nachdruck fördert  – aber auch viel von ihnen verlangt. Im Interview sagt die SAP-Kommunikationschefin, was der Comms-Nachwuchs von heute tun muss, um weiterhin eine Bedeutung im GefĂŒge einer Organisation zu haben. Und was er von seinen Chefs einfordern darf.

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Lisa Keller kam als Werkstudentin zu SAP. Fuß fasste sie ĂŒber die SAP Academy, ein bereichsĂŒbergreifendes Programm fĂŒr Berufseinsteiger, bei dem Talente das Unternehmen in Rotationen kennenlernen. Heute ist Lisa fest im Team fĂŒr CEO-Comms.

„Mit der Erfahrung von heute wĂ€re ich frĂŒher gelassener gewesen.“

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„Man muss nicht den ganzen Weg kennen.“

„Man muss nicht den ganzen Weg kennen.“

Als Njoga Jalango 2023 nach Deutschland kam, ließ er seine Heimat Kenia und eine Karriere im Journalismus hinter sich. Über das AFRIKA KOMMT!-Fellowship kam er zu SAP und arbeitet heute als Editorial Coordinator in der Global Public Relations.

Du hast deine Karriere als Journalist in Kenia begonnen und arbeitest heute in der Global Public Relations von SAP in Deutschland. Was waren die wichtigsten Stationen und Entscheidungen auf diesem Weg?

Schreiben war immer das, was mich am meisten interessiert hat. Ich habe als Gerichts- und Polizeireporter fĂŒr eine Zeitung in Kenia begonnen, spĂ€ter ĂŒber Menschen, Start-ups geschrieben und schließlich auch fĂŒr Fernsehen und Radio gearbeitet. Über die Start-up-Szene kam ich zunehmend mit Technologiethemen in BerĂŒhrung. Irgendwann habe ich gemerkt, dass ich meinen Horizont ĂŒber den Journalismus hinaus erweitern möchte. Ich kannte die Medienwelt gut, hatte aber das GefĂŒhl, dass es darĂŒber hinaus noch viel mehr gibt. Über LinkedIn bin ich auf das AFRIKA KOMMT!-Fellowship aufmerksam geworden, das SAP und weitere deutsche Unternehmen gemeinsam anbieten. Ich habe das Programm zunĂ€chst einige Monate verfolgt und mich schließlich beworben. Im Sommer 2023 kam die Zusage – damit begann fĂŒr mich die Reise nach Deutschland.

2023 bist du fĂŒr das AFRIKA KOMMT!-Fellowship nach Deutschland gekommen. Woher kam der Mut fĂŒr diesen Schritt – und was wolltest du aus dieser Erfahrung mitnehmen?

RĂŒckblickend wirkt es wie ein großer Sprung. Damals hat es sich aber gar nicht mutig angefĂŒhlt. Es war einfach der nĂ€chste logische Schritt. Der Journalismus hatte sich nach der Pandemie stark verĂ€ndert. Redaktionen wurden kleiner, Werbeeinnahmen gingen zurĂŒck, und ich habe mich gefragt, wie meine berufliche Zukunft aussehen könnte. Ich hatte mich bereits auf verschiedene Programme und Stipendien beworben. Als ich auf das Fellowship gestoßen bin, passte es genau zu dem, wonach ich gesucht habe. Mich hat vor allem die Möglichkeit gereizt, in einem globalen Unternehmen zu arbeiten und etwas völlig Neues zu lernen. Ich habe weniger darĂŒber nachgedacht, was ich zurĂŒcklasse, sondern vielmehr darĂŒber, worauf ich zugehe. Ich wollte neue berufliche FĂ€higkeiten entwickeln, mehr Selbstvertrauen gewinnen und mich in einem Umfeld beweisen, das mich jeden Tag fordert.

Wie war das AFRIKA KOMMT!-Programm aufgebaut und welche Bestandteile haben dich besonders geprÀgt?

Das Fellowship begann mit drei Monaten in Bonn. Dort haben wir Deutsch am Goethe-Institut gelernt, uns mit der deutschen Geschichte und Kultur beschĂ€ftigt und gleichzeitig mit Fellows aus 14 afrikanischen LĂ€ndern zusammengelebt. Ein weiterer wichtiger Bestandteil war das internationale Managementtraining. Dort ging es um interkulturelle Zusammenarbeit, Kommunikation, Networking und den Umgang mit unterschiedlichen Perspektiven. Anschließend begann die Unternehmensphase bei SAP. Über das gesamte Jahr hinweg gab es weitere Workshops, Unternehmensbesuche und gemeinsame Reflexionen. RĂŒckblickend hat mich das Programm nicht nur fachlich weitergebracht. Es hat mir geholfen, Beziehungen aufzubauen, mich in neuen Situationen zurechtzufinden und globaler zu denken.

Was waren die grĂ¶ĂŸten persönlichen und beruflichen Herausforderungen, als du in einem neuen Land und einer neuen Arbeitskultur angefangen hast?

Persönlich war zunĂ€chst alles neu: die Sprache, die Kultur und der Alltag. Selbst scheinbar einfache Dinge wie Einkaufen oder zu verstehen, dass sonntags vieles geschlossen ist, waren Teil dieses Lernprozesses. Beruflich bestand die grĂ¶ĂŸte Herausforderung darin, wieder AnfĂ€nger zu sein. Im Journalismus wusste ich genau, was ich tue. Bei SAP habe ich ein völlig neues Berufsfeld betreten und musste fast alles von Grund auf lernen. Das bedeutete auch, Unsicherheit auszuhalten und zu akzeptieren, nicht derjenige mit den meisten Antworten im Raum zu sein. Mit der Zeit habe ich gemerkt, dass ich genau unter diesen Bedingungen am meisten lerne.

Nicht nur das kulturelle Umfeld war neu. WĂ€hrend des Fellowships hast du bei SAP auch erstmals die Kommunikation eines internationalen Technologiekonzerns kennengelernt. Was hat dich dabei am meisten ĂŒberrascht?

Am meisten ĂŒberrascht hat mich die Dimension von Kommunikation. Im Journalismus geht es vor allem darum, eine Geschichte möglichst schnell zu veröffentlichen. In einem globalen Unternehmen ist Kommunikation viel stĂ€rker ein gemeinschaftlicher Prozess. Viele unterschiedliche Stakeholder mĂŒssen eingebunden werden, jede Aussage wird sorgfĂ€ltig geprĂŒft und man ĂŒberlegt sehr genau, wen eine Botschaft erreicht und welche Auswirkungen sie haben könnte. Mir wurde außerdem bewusst, welche Verantwortung Unternehmenskommunikation trĂ€gt. Zum Beispiel hatte ich vorher nie darĂŒber nachgedacht, dass eine Veröffentlichung Auswirkungen auf Investoren oder sogar auf den Aktienkurs haben kann. Das hat meine Sicht auf Kommunikation grundlegend verĂ€ndert.

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Unser Host fĂŒr das #30u30 Camp 2026 ist SAP. Das Walldorfer Softwareunternehmen ist weltweit tĂ€tig und entwickelt Unternehmenssoftware und cloudbasierte Lösungen fĂŒr Unternehmen unterschiedlichster Branchen. In der globalen Kommunikation arbeiten mehr als 300 Kommunikationsexperten und-expertinnen daran, die Reputation von SAP zu stĂ€rken und den Dialog mit Medien, Analyst, Influencer und Mitarbeitenden zu gestalten. FĂŒr Comms-Talente bietet SAP unterschiedliche Einstiegs- und Entwicklungsmöglichkeiten.

Du hast einmal gesagt, dass du erst weit außerhalb deiner Komfortzone eine neue Perspektive gewonnen hast. Wie hat diese Erfahrung deine Arbeitsweise ganz konkret verĂ€ndert?

Meine Komfortzone war der Journalismus, weil ich mich dort auskannte. Der Umzug nach Deutschland bedeutete, wieder ganz von vorne anzufangen. Ich habe gelernt, mich mit dieser Unsicherheit wohlzufĂŒhlen. Heute fĂ€llt es mir deutlich leichter, unbekannte Situationen anzunehmen, weil ich weiß, dass genau dort Entwicklung stattfindet. Auch die Art, wie ich zuhöre, hat sich verĂ€ndert. Als Journalist hört man zu, um eine Geschichte zu erzĂ€hlen. In der Kommunikation höre ich zu, um wirklich zu verstehen: Was ist die Kernbotschaft? Wie passt sie zur Strategie? Welche Auswirkungen hat sie auf unterschiedliche Zielgruppen? Ich höre zu, um zu lernen – und um komplexe Themen so aufzubereiten, dass sie fĂŒr andere verstĂ€ndlich und greifbar werden.

Nach dem Fellowship hast du dich entschieden, bei SAP zu bleiben. Warum?

Persönlich habe ich mich in Walldorf schnell wohlgefĂŒhlt. Nach dem lebhaften Nairobi habe ich die Ruhe hier sehr geschĂ€tzt. Beruflich wurde mir wĂ€hrend des Fellowships klar, wie vielfĂ€ltig Kommunikation in einem internationalen Unternehmen ist. Ich habe Kolleginnen und Kollegen aus unterschiedlichen Teams kennengelernt – aus den Media Relations, der Analyst Relations oder der internen Kommunikation. Erst dadurch wurde mir bewusst, wie viele Entwicklungsmöglichkeiten dieses Berufsfeld bietet. Ich musste mich nach dem Fellowship noch einmal regulĂ€r bewerben. Aber SAP bot mir die Chance, weiterzulernen. Deshalb fĂŒhlte es sich ganz selbstverstĂ€ndlich an, nach dem Ende des Programms zu bleiben.

Heute arbeitest du als Editorial Coordinator in der SAP Global Public Relations. Wie sieht dein Arbeitsalltag aus?

Ein großer Teil meiner Arbeit besteht aus redaktioneller Koordination. Ich betreue unter anderem den Daily News Digest, arbeite an Medienauswertungen, unterstĂŒtze die Redaktionsplanung und begleite Kommunikationsprojekte von der ersten Abstimmung bis zur Veröffentlichung. DafĂŒr arbeite ich mit vielen verschiedenen Stakeholdern zusammen, koordiniere Freigaben mit Legal, Brand und anderen Teams und sorge dafĂŒr, dass Inhalte korrekt, abgestimmt und zum richtigen Zeitpunkt veröffentlicht werden. Ein wichtiger Teil meiner Arbeit ist das Lernen. Durch die Zusammenarbeit mit unterschiedlichen Teams bekomme ich stĂ€ndig neue Einblicke.

Was begeistert dich an redaktioneller Arbeit und Storytelling in einer globalen Organisation?

Am meisten schĂ€tze ich das Lernen durch Zusammenarbeit. An jeder Geschichte arbeiten Menschen mit ganz unterschiedlichem Fachwissen zusammen. Ich selbst bin kein Technologieexperte. Deshalb höre ich meinen Kolleginnen und Kollegen sehr genau zu und versuche zunĂ€chst zu verstehen, bevor ich komplexe Themen so aufbereite, dass sie fĂŒr andere verstĂ€ndlich und greifbar werden.

Welche Menschen, Erfahrungen oder Haltungen haben dich auf deinem Weg besonders geprÀgt?

Mehrere FĂŒhrungskrĂ€fte haben mich darin bestĂ€rkt, Neues auszuprobieren und mich nicht auf das zu beschrĂ€nken, was ich bereits kannte. Das war wichtig, weil der Wechsel nach Deutschland und in einen neuen Beruf bedeutete, vieles hinter mir zu lassen. Auch bei SAP habe ich ein Umfeld erlebt, in dem Fragen ausdrĂŒcklich erwĂŒnscht sind. Eine Erkenntnis ist mir besonders geblieben: Es ist völlig in Ordnung zu sagen: „Darauf komme ich noch einmal zurĂŒck.“ Lieber nimmt man sich Zeit, etwas wirklich zu verstehen, als vorschnell eine Antwort zu geben.

Und wie beeinflussen deine Herkunft und deine berufliche Erfahrung in Kenia andererseits die Kommunikationsarbeit von SAP?

Ich glaube, ich bringe vor allem eine andere Perspektive mit. Zum einen aufgrund meiner Herkunft, zum anderen, weil ich ĂŒber den Journalismus in die Kommunikation gekommen bin und keinen klassischen Kommunikationsweg gegangen bin. Dadurch betrachte ich viele Themen zunĂ€chst aus der Perspektive eines Lernenden. Ich bin neugierig und stelle viele Fragen. Gleichzeitig fĂŒhle ich mich auch in Situationen wohl, in denen noch nicht alles feststeht. Gerade in einer Zeit, in der sich Technologien stĂ€ndig verĂ€ndern, ist das eine wichtige FĂ€higkeit.

Du betonst immer wieder, wie wichtig Zusammenarbeit und Lernen im Arbeitsalltag fĂŒr dich sind. Gibt es ein Projekt oder eine Erfahrung, die dich besonders geprĂ€gt hat?

Gerade die Arbeit in den Media Relations hat mich stark weitergebracht, weil nahezu jedes Projekt Zusammenarbeit mit vielen unterschiedlichen Teams erfordert. Ich arbeite regelmĂ€ĂŸig mit Kolleginnen und Kollegen aus Legal, Brand, Redaktion und mit externen Partnern zusammen. Jede Veröffentlichung durchlĂ€uft mehrere Freigaben. Erst dadurch habe ich verstanden, wie komplex und gleichzeitig verantwortungsvoll globale Kommunikation ist. Im Grunde war jedes Projekt eine Gelegenheit, von Menschen zu lernen, die in ihrem jeweiligen Fachgebiet deutlich mehr Erfahrung haben als ich.

Wenn du heute auf deinen Weg von Kenia nach Deutschland und zu SAP zurĂŒckblickst: Was hast du ĂŒber Karriere gelernt, wenn der Weg nicht planbar ist?

Ich habe gelernt, dass Unsicherheit nichts ist, wovor man Angst haben muss. Als ich Kenia verlassen habe, wusste ich nicht, wohin mich dieser Weg fĂŒhren wĂŒrde. Entscheidend war nicht, den gesamten Plan zu kennen, sondern bereit zu sein, immer weiter zu lernen und wieder AnfĂ€nger zu werden. Jede neue Situation wurde zu einer Chance. Man muss nicht den ganzen Weg kennen. Entscheidend ist, bereit zu sein, unterwegs immer weiter zu lernen.

Talente bei SAP

Njoga Jalango
Njoga Jalango

Editorial Coordinator

Njoga Jalango war Journalist in Kenia, bevor er ĂŒber das Programm „Afrika kommt“ zu SAP nach Walldorf kam. Seit Januat 2025 ist er fest an Bord und im Bereich Global Public Relations tĂ€tig.

Verwandt

„Entwicklung findet nie in der Komfortzone statt.“

„Entwicklung findet nie in der Komfortzone statt.“

Monika Schaller gilt als Mentorin, die Talente mit Nachdruck fördert  – aber auch viel von ihnen verlangt. Im Interview sagt die SAP-Kommunikationschefin, was der Comms-Nachwuchs von heute tun muss, um weiterhin eine Bedeutung im GefĂŒge einer Organisation zu haben. Und was er von seinen Chefs einfordern darf.

„KI hilft uns, wieder mehr vom Kern unserer Arbeit zu machen.“

„KI hilft uns, wieder mehr vom Kern unserer Arbeit zu machen.“

Hannah Jeitner ist bei SAP dafĂŒr zustĂ€ndig, KI-Tools und -Prozesse sinnvoll in die Kommunikationsteams zu bringen. Ihre Rolle baute sie sich selbst – nachdem sie eine einfache Beobachtung gemacht hatte: Kommunikatoren und Kommunikatorinnen verbringen zu viel Zeit mit Aufgaben, fĂŒr die es ihre eigentliche Expertise gar nicht braucht.

„Man muss nicht den ganzen Weg kennen.“

„Man muss nicht den ganzen Weg kennen.“

Als Njoga Jalango 2023 nach Deutschland kam, ließ er seine Heimat Kenia und eine Karriere im Journalismus hinter sich. Über das AFRIKA KOMMT!-Fellowship kam er zu SAP und arbeitet heute als Editorial Coordinator in der Global Public Relations.

„Mit der Erfahrung von heute wĂ€re ich frĂŒher gelassener gewesen.“

„Mit der Erfahrung von heute wĂ€re ich frĂŒher gelassener gewesen.“

Paula Accordi war 2023 Teil der #30u30-Crew. Die Auszeichnung sieht sie als WertschĂ€tzung, viel wichtiger sei aber das Netzwerk, das damit verbunden ist. Als Alumna hat sie die Initiative zu SAP geholt, unserem Host fĂŒr das Camp 2026. Im Interview spricht Paula ĂŒber ihren Werdegang und darĂŒber, wie es ist, mit einem Comms-Promi wie Monika Schaller zusammen zu arbeiten.

Vom Tennis-College in die CEO-Kommunikation

Vom Tennis-College in die CEO-Kommunikation

Lisa Keller kam als Werkstudentin zu SAP. Fuß fasste sie ĂŒber die SAP Academy, ein bereichsĂŒbergreifendes Programm fĂŒr Berufseinsteiger, bei dem Talente das Unternehmen in Rotationen kennenlernen. Heute ist Lisa fest im Team fĂŒr CEO-Comms.

„Mit der Erfahrung von heute wĂ€re ich frĂŒher gelassener gewesen.“

„Mit der Erfahrung von heute wĂ€re ich frĂŒher gelassener gewesen.“

Paula Accordi war 2023 Teil der #30u30-Crew. Die Auszeichnung sieht sie als WertschĂ€tzung, viel wichtiger sei aber das Netzwerk, das damit verbunden ist. Als Alumna hat sie die Initiative zu SAP geholt, unserem Host fĂŒr das CAmp 2026. Im Interview spricht Paula ĂŒber ihren Werdegang und darĂŒber, wie es ist, mit einem Comms-Promi wie Monika Schaller zusammen zu arbeiten.

Paula, du hast 2020 deinen Master in Hohenheim gemacht und bist heute Executive Business Assistant von SAP-Chefkommunikteurin Monika Schaller. Wie bist du ĂŒber die Jahre persönlich und beruflich gewachsen?

Nach mehreren WerkstudententĂ€tigkeiten in der Marketing- und Kommunikationsbranche bin ich eher zufĂ€llig in der politischen Kommunikation gelandet. Eigentlich hatte ich nach dem Master einen anderen Plan, aber nachdem ein Übernahmeangebot fĂŒr mich nicht gepasst hat, habe ich mich neu orientiert und bin schließlich in der Pressestelle einer Regierungsfraktion im Landtag von Baden-WĂŒrttemberg gestartet. Dort konnte ich Kommunikation von der Pike auf lernen. Die Themen haben tĂ€glich gewechselt, von Fachthemen aller Ministerien bis hin zu Krisensituationen. Gleichzeitig durfte ich sehr frĂŒh Verantwortung ĂŒbernehmen, in der Landespressekonferenz sitzen und sogar eine große Pressekonferenz der Regierungsfraktionen moderieren. Das hat mir fachlich viel gegeben, vor allem aber Selbstvertrauen. Ich habe gelernt, mich auch in Situationen einzubringen, die zunĂ€chst grĂ¶ĂŸer wirkten als ich selbst.

Warum der Wechsel in die Wirtschaft?

Mich hat die Möglichkeit gereizt, Kommunikation in einem anderen Umfeld kennenzulernen und langfristiger an Themen zu arbeiten. So bin ich erstmals in die Executive Communications gewechselt und durfte fĂŒr die CEO einer VW-Softwaretochter arbeiten. Dort habe ich viel darĂŒber gelernt, wie FĂŒhrungskommunikation funktioniert, wie man FĂŒhrungspersönlichkeiten positioniert und wie eng Kommunikation mit strategischen Unternehmensentscheidungen verbunden ist. Die Zusammenarbeit mit VorstĂ€nden und AufsichtsrĂ€ten war damals eine völlig neue Erfahrung fĂŒr mich. Mit SAP kamen dann noch einmal neue Perspektiven dazu. Erst in der CEO-Kommunikation und spĂ€ter in meiner heutigen Rolle habe ich den Beruf des Kommunikators aus unterschiedlichsten Blickwinkeln kennengelernt – intern, extern, strategisch und international. RĂŒckblickend wĂŒrde ich sagen, dass mich vor allem die Bereitschaft weitergebracht hat, Chancen zu ergreifen, auch wenn ich nicht immer genau wusste, was mich erwartet. Mein Motto war dabei oft: auf ins kalte Wasser. Das heißt nicht, dass ich keine Zweifel hatte. Die hatte ich definitiv. Aber ich habe gelernt, dass man meist dann am meisten wĂ€chst, wenn man sich auf Neues einlĂ€sst.

Inwiefern hat dich deine Auszeichnung bei 30u30 dabei geprÀgt?

Die Auszeichnung selbst war eine große WertschĂ€tzung, aber noch wichtiger war fĂŒr mich das Netzwerk, das damit verbunden ist. Durch 30u30 habe ich viele Menschen kennengelernt, die die Kommunikationsbranche in den kommenden Jahren mitgestalten werden und Ă€hnliche Herausforderungen und Ambitionen mitbringen. Gerade in meiner aktuellen Rolle habe ich beobachten können, wie wichtig belastbare Netzwerke fĂŒr erfolgreiche Kommunikation sind. Kommunikation ist und bleibt ein People’s Business. NatĂŒrlich wird KI viele Prozesse verĂ€ndern und unseren Job effizienter machen. Aber was bleibt, sind Vertrauen, persönliche Beziehungen und der direkte Austausch mit Menschen. Deshalb bin ich sehr dankbar, frĂŒh ein Netzwerk aufgebaut zu haben, mit dem man gewissermaßen gemeinsam “groß wird”, voneinander lernt und sich gegenseitig unterstĂŒtzt.

Was wĂŒrdest du heute anders machen als vor fĂŒnf Jahren?

Ich wĂ€re wahrscheinlich weniger Ă€ngstlich und in manchen Situationen etwas gelassener. Mit etwas mehr Berufs- und Lebenserfahrung merkt man, dass sich vieles fĂŒgt und nicht jede Herausforderung sofort eine Krise ist. Vor fĂŒnf Jahren habe ich mich deutlich schneller stressen lassen und vieles lĂ€nger mit mir herumgetragen. Heute gelingt es mir besser, einmal durchzuatmen und Dinge erstmal einzuordnen, oder auch einfach sofort ad acta zu legen. Ich habe gelernt, dass gute Entscheidungen oft dann entstehen, wenn man nicht sofort in den Stressmodus verfĂ€llt. Und fĂŒr den Blutdruck ist das auch gesĂŒnder 😉

 

About

Unser Host fĂŒr das #30u30 Camp 2026 ist SAP. Das Walldorfer Softwareunternehmen ist weltweit tĂ€tig und entwickelt Unternehmenssoftware und cloudbasierte Lösungen fĂŒr Unternehmen unterschiedlichster Branchen. In der globalen Kommunikation arbeiten mehr als 300 Kommunikationsexperten und-expertinnen daran, die Reputation von SAP zu stĂ€rken und den Dialog mit Medien, Analyst, Influencer und Mitarbeitenden zu gestalten. FĂŒr Comms-Talente bietet SAP unterschiedliche Einstiegs- und Entwicklungsmöglichkeiten.


Was sind deine Aufgaben in deiner jetzigen Rolle?

Meine Aufgaben sind so vielfĂ€ltig, wie Kommunikation eben sein kann. Ich unterstĂŒtze Monika Schaller bei strategischen Projekten, vertrete sie in in unterschiedlichen Initiativen, bereite Entscheidungsgrundlagen vor und bin verantwortlich fĂŒr ihre eigene Positionierung, von externen Interviews und Auftritten bis hin zu Social Media. Außerdem leite ich bei uns in der Kommunikationsabteilung mit einer Kollegin unser KI-Transformations-Projekt.
Was ich an der Rolle besonders mag, ist die NĂ€he zu ganz unterschiedlichen Themen. An einem Tag geht es um die Vorbereitung eines Auftritts von Monika, am nĂ€chsten begleitet man eine Pressekonferenz oder sitzt in einem Projekt, das die Kommunikation weltweit betrifft. Ich durfte in den vergangenen Jahren internationale Reisen begleiten, Kolleginnen und Kollegen und Journalistinnen und Journalisten in unterschiedlichen MĂ€rkten kennenlernen und erleben, wie unterschiedlich Kommunikation funktionieren kann. Gerade diese Abwechslung macht den Reiz der Rolle fĂŒr mich aus.

Deine Chefin gilt als eine der prominentesten Kommunikatorinnen in Deutschland. Wie ist es, mit ihr zu arbeiten?

Vor allem bin ich sehr dankbar, dass ich die vergangenen Jahre so eng mit ihr zusammenarbeiten durfte. Ich glaube, ich habe von Monika vor allem gelernt, wie wichtig Gelassenheit ist. Gerade in unserem Beruf gibt es immer wieder Situationen, in denen viel Druck entsteht. Zu sehen, wie ruhig und pragmatisch sie damit umgeht, hat mich definitiv geprĂ€gt. Außerdem hat sie mir gezeigt, wie wichtig ein belastbares Netzwerk ist. Es gibt eigentlich keine relevante Handynummer, die sie nicht eingespeichert hat. 😉 Ich habe auch gelernt, dass man trotz aller Verantwortung den Spaß an der Sache nicht verlieren sollte. Sich selbst nicht zu ernst zu nehmen und Humor zuzulassen, ist etwas, das ich mir fĂŒr meinen eigenen Weg unbedingt mitnehmen möchte. Gleichzeitig ist mir wichtig, meine eigene Person zu bleiben. Ich nehme viele Learnings mit, möchte daraus aber meinen eigenen Stil entwickeln und meinen eigenen Weg gehen.

Was sind die grĂ¶ĂŸten Herausforderungen?

Eine der grĂ¶ĂŸten Herausforderungen war fĂŒr mich tatsĂ€chlich, Resilienz zu entwickeln. In einer Rolle, in der viel gleichzeitig passiert und oft unter Zeitdruck gearbeitet wird, muss man lernen, PrioritĂ€ten zu setzen und Dinge richtig einzuordnen. Das konnte ich vor diesem Job noch nicht so gut wie jetzt nach 3 Jahren. Zu der Rolle gehört auch, den eigenen Kollegen schwierige Entscheidungen zu erklĂ€ren oder mit EnttĂ€uschungen umzugehen, wenn Vorhaben nicht umgesetzt werden können. Das sind nicht immer die angenehmsten Situationen. Gleichzeitig habe ich gerade in diesen Situationen am meisten ĂŒber FĂŒhrung gelernt – sowohl fachlich als auch persönlich.

Was sind deine Ziele?

Ich versuche, nicht jeden Karriereschritt Jahre im Voraus durchzuplanen. NatĂŒrlich habe ich Ambitionen und Ziele. Gleichzeitig habe ich gelernt, dass oft die spannendsten Chancen diejenigen sind, die man vorher gar nicht auf dem Radar hatte. Deshalb möchte ich neugierig bleiben, dazulernen und offen sein fĂŒr neue Herausforderungen, die auf mich zukommen.

Talente bei SAP

Paula Accordi
Paula Accordi

Senior Specialist Cross Communication Projects

Paula Accordi war 2023 Teil der #30u30-Crew. Im selben Jahr hatte sie bei SAP gestartet. Heute unterstĂŒtzt sie unsere Initiative als Alumna.

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„Entwicklung findet nie in der Komfortzone statt.“

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Monika Schaller gilt als Mentorin, die Talente mit Nachdruck fördert  – aber auch viel von ihnen verlangt. Im Interview sagt die SAP-Kommunikationschefin, was der Comms-Nachwuchs von heute tun muss, um weiterhin eine Bedeutung im GefĂŒge einer Organisation zu haben. Und was er von seinen Chefs einfordern darf.