Am Beispiel von komoot zeigt das Team von getpress, wie es PR als strategische Maßnahme für digitale Unternehmen umsetzt.
Wie man als Teamlead MBA-Studium und Vollzeitjob richtig verbindet
Adriana Hofer startete nach dem Bachelorstudium bewusst direkt ins Berufsleben. Jetzt hat sie noch einen Master nachgelegt – neben dem Vollzeitjob. Das ist machbar, sagt sie. Aber es erfordert Disziplin und Verzicht.
Sie sei nie eine „Wissenschaftsmaus“ gewesen, sagt Adriana Hofer über sich selbst. Eher pragmatische Macherin als Theoretikerin. Als sie den Publizistik-Bachelor in der Tasche hatte, war daher für sie klar: Ich gehe direkt in die Praxis. Sie startete als PR-Trainee bei getpress und übernahm schnell Verantwortung. Heute ist sie Senior-Beraterin und Teamlead – und steht kurz vor dem Abschluss ihres berufsbegleitendes MBA-Studiums.
Das Ziel: fundiertes betriebswirtschaftliches Wissen aufbauen
Der Wunsch, doch noch einen Master zu machen, kam mit den wachsenden Aufgaben. „Mit der Rolle als Teamlead kamen plötzlich Themen auf meinen Tisch, die weit über klassische Kommunikationsarbeit hinausgingen“, sagt Adriana. Deckungsbeiträge, Labour Efficiency, Teamplanung, wirtschaftliche Steuerung. Ihr wurde klar: „Mein Team ist nicht nur eine kreative Einheit, sondern auch eine wirtschaftliche.“ Viel von dem Wissen, das damit einhergeht, hatte sie sich zwar intuitiv angeeignet. Aber ihr fehlte das betriebswirtschaftliche Fundament. „Ich wollte verstehen: Wie baut man Teams strategisch und nachhaltig auf?Welche Organisationsstrukturen sind zukunftsfähig? Welche Alternativen gibt es zu klassischen Modellen? Was braucht es, um wirtschaftlich erfolgreich zu führen – ohne die kulturelle Dimension zu verlieren?“
Deshalb war ein Master in den Bereichen Journalismus oder Kommunikation auch keine Option für Adriana. „Das hätte mein bestehendes Profil vertieft, aber nicht erweitert. Was mir fehlte, war die unternehmerische Perspektive.“ Gleichzeitig wollte sie die Kommunikation nicht komplett verlassen – im Gegenteil. Auch die angrenzenden Disziplinen wie Marketing, Branding, Public Affairs und politische Kommunikation reizten sie – immer mit klarem betriebswirtschaftlichem Fokus.
Bei der Suche nach dem passenden Studium Adriana auf die Quadriga University of Applied Sciences. Hier startete sie 2025 den Master of Business Administration Kommunikation und Leadership.
Kommilitonen aus Corporates, Agenturen, Verbänden
Das Studium ist auf ein Jahr angelegt, bewerben kann man sich online. Neben den obligatorischen Unterlagen setzt die Uni auf ein Bewerbungsgespräch – denn die Teilnahme setzt ein gewisses Erfahrungslevel voraus. Das kann ein Master in einem anderen Fach sein oder, wie bei Adriana, mehrjährige Berufserfahrung. Das Gespräch führte sie gemeinsam mit einer weiteren Bewerberin, die aus der politischen Kommunikation kam und im Bundestag gearbeitet hatte.
Die verschiedenen Backgrounds der Mitstudierenden sollte sich später noch als einer der größten Benefits des Programms erweisen. „Da saßen Leute aus internationalen Unternehmen, aus der Politik, aus Verbänden, sogar von der Marine“, berichtet Adriana. Auch die Erfahrungslevel waren unterschiedlich – einige hatten zehn oder 20 Jahre im Beruf hinter sich, andere bereits eigene Firmen gegründet. „Einfach mal zu hören, wie andere Organisationen arbeiten, wie sie Kommunikation aufsetzen, wo sie strugglen oder was bei ihnen richtig gut funktioniert – das war super wertvoll für mich. Der Austausch ist eigentlich unbezahlbar. Und ich hoffe sehr, dass wir dieses Netzwerk auch langfristig weiterführen.“
MBA plus Vollzeitjob – so funktioniert’s
Organisatorisch war die Verbindung des Studiums mit dem Vollzeitjob eine Herausforderung. Vorlesungen fanden in der Regel abends statt. Dazu kamen Blockseminare Donnerstag oder Freitag bis Sonntag. „Man muss wirklich wissen, dass man sich in diesem einen Jahr von seinen Wochenenden verabschiedet“, sagt Adriana. Wenn kein Seminar war, lernte sie für Klausuren. Und wenn keine Klausur anstand, musste eine Hausarbeit geschrieben werden. „Freizeit war rar in diesem Jahr“, erinnert sich Adriana, und betont: „Mit ein paar Bildungsurlaubstagen kommt man da definitiv nicht hin.“
Adriana organisierte und finanzierte den MBA privat. Sie sieht das als persönliche Investition in ihre Zukunft. Mit getpress hatte sie aber einen Arbeitgeber im Rücken, der für die nötige Flexibilität sorgte. Sie konnte für Seminare Überstunden abbauen oder Stunden nacharbeiten. Ein spezielles Privileg ist zudem der unbegrenzte Urlaub, den getpress allen Mitarbeitenden nach zwei Jahren Betriebszugehörigkeit gewährt. Und last but not least habe ihr Team eine entscheidende Rolle für das Gelingen ihres Studiums gespielt, sagt Adriana.. „Sie haben vieles eigenständig übernommen und mir auch spontan Freiräume ermöglicht, wenn ich sie gebraucht habe. Zwischen Vollzeitjob und Studium war Urlaub eigentlich keine Priorität – aber um meine mental sanity zu bewahren, unglaublich wichtig. Dass ich mir diese Zeit nehmen konnte, lag vor allem daran, dass mein Team alles zuverlässig gecovert hat.“
Beschlussvorlage für Rheinmetall statt klassischer Hausarbeit
Inhaltlich waren die Kurse Finance, Law and Accounting für Adriana am herausforderndsten – aber auch am lehrreichsten. Besonders viel Spaß habe ihr Strategisches Kommunikationsmanagement gemacht, berichtet sie. „Der Kurs war sehr praxisnah aufgebaut. Am Ende haben wir keine klassische wissenschaftliche Hausarbeit geschrieben, sondern eine Beschlussvorlage für einen Vorstand – in meinem Fall für Rheinmetall. Das war super spannend, weil man ganz anders denkt: Was ist für einen Vorstand wirklich relevant? Welche Argumente zählen? Warum sollte genau diese Kommunikationsmaßnahme umgesetzt werden – und wie viel Budget brauchen wir dafür?!
KI-Tools als Hilfe für wissenschaftliches Arbeiten
Wie sie es geschafft hat, sich nach den Jahren in der Agentur wieder an das wissenschaftliche Arbeiten zu gewöhnen? „Ich bin – im positivsten Sinne – ein bisschen faul“, lacht Adriana. „Ich versuche, Dinge so effizient und mit möglichst wenig unnötigem Aufwand zu machen. Minimaler Einsatz, maximales Ergebnis.“ Deshalb habe sie schnell angefangen, sich intensiv mit KI-Tools auseinanderzusetzen: Wie lerne ich effizienter für Klausuren? Wie strukturiere ich Hausarbeiten besser? Was kann Perplexity gut, wofür nutze ich ChatGPT, wann ist Claude sinnvoll? „Ich habe mich da richtig reingefuchst – und mir nebenbei eine ziemlich gute AI Literacy aufgebaut. Eigentlich aus Effizienzgründen. Aber am Ende war das fast einer der größten Mehrwerte des Studiums.“
Gewappnet für eine Rolle als Head-of-Comms
Aktuell steht Adriana kurz vor dem Abschluss. Alle Kurse absolviert, Seminare besucht, Klausuren geschrieben. Nur die Masterarbeit steht noch an.
Die Vorteile des Studiums machen sich im Job schon jetzt bemerkbar. „Ich kann unternehmerischen Entscheidungen viel besser folgen. Gerade in Management-Runden oder wenn es um grundlegende strategische Themen geht, verstehe ich heute besser, woher bestimmte Entscheidungen kommen.“ Vorher hatte sie eine eher operative Perspektive, jetzt blicke sie ganzheitlicher und mit unternehmerischem Blick auf viele Dinge.
Adriana findet: „Aim for the stars. Mit dem zusätzlichen wirtschaftlichen Fundament durch den MBA und meiner bisherigen Berufserfahrung, fühle ich mich auf jeden Fall deutlich besser vorbereitet für den nächsten Schritt. Perspektivisch kann ich mir schon gut vorstellen, mal eine Head-of-Comms-Rolle zu übernehmen.“
Menschen bei getpress

Adriana Hofer
PR Teamlead
Adriana Hofer kam 2021 als PR Trainee zu getpress. Seit 2024 leitet sie ein Team. Ebenfalls 2024 war sie Teil der #30u30 Crew.
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KI-Liebe und KPIs für Karrierepfade
Getpress setzt auf feste Scorecards für Karriereschritte. Bewerber*innen brauchen ein Gespür für Geschichten, eine gute Schreibe und Beratungskompetenz – ein Open Mind für KI ist Grundvoraussetzung.
„Wir wollen DIE PR-Anlaufstelle für Start-ups und disruptive Unternehmen werden.“
Die Gründer von getpress kommen aus der Start-up-Bubble. Heute umfasst das Kundenportfolio zunehmend auch mittelständische Unternehmen und große Corporates.
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