3 Fragen an Stephanie Mikulasch, Communication Manager, Hoerbiger

Foto: Anna von Hafenbrädl Photography
Foto: Anna von Hafenbrädl Photography

Von der Zahnarzthelferin zur Corporate Communication Managerin – was hat dich zu diesem Weg motiviert?

Wie viele junge Menschen war auch in nach meiner Schulzeit unsicher, welchen Weg ich im Leben einschlagen sollte. Ein Studium schien damals ausgeschlossen, also entschied ich mich für eine Ausbildung. In meiner Region waren große Unternehmen nicht stark verbreitet, während es in jedem kleinen Dorf einen Zahnarzt gab. Schon zu Beginn meiner Ausbildung spürte ich jedoch, dass die Arbeit als Zahnarzthelferin nicht meine wahre Bestimmung war. Glücklicherweise hatte ich einen Ausbilder, der mein Potenzial erkannte und mich unterstützte. Nach erfolgreichem Abschluss war mir klar, dass ich meine Kommunikationsstärke weiterentwickeln und nutzen wollte. Die Möglichkeit, mit verschiedenen Menschen und Unternehmen in Kontakt zu treten, Geschichten zu erzählen und Botschaften zu vermitteln, hat mich fasziniert.

Ich möchte einen positiven Einfluss auf das Image und den Ruf von Unternehmen haben und dabei meine Kreativität und mein Organisationstalent einsetzen. Die Entscheidung hat sich als goldrichtig erwiesen, denn ich fühle mich in meinem Beruf erfüllt und motiviert. Ich bin absolut dankbar für die Unterstützung, die ich auf meinem Weg erhalten habe, und freue mich darauf, meine Karriere in der Unternehmenskommunikation weiter zu beschreiten.

Welche Weiterbildung und welcher Mentor haben dir am meisten geholfen?

Die Weiterbildung zur geprüften Wirtschaftsfachwirtin hat mir ein fundiertes betriebswirtschaftliches Know-how vermittelt, zusätzlich zu einigen Kommunikationsseminaren. Darüber hin aus hatte ich das Glück, zu Beginn meiner aktuellen Position großartige Vorgesetzte zu haben, die mich sowohl gefördert als auch gefordert haben, mein Talent weiter auszubauen.

Du engagierst dich im Netzwerk Chancen – was möchtest du erreichen?

Mit meinem beruflichen Werdegang möchte ich junge Menschen ermutigen, ihren eigenen Weg zu gehen, selbst wenn er von Hindernissen geprägt ist. Selbst im Jahr 2023 hängt der Bildungsgrad und der individuelle Lebensstandard oftmals nicht von besonderen Fähigkeiten und Kompetenzen ab, sondern vielmehr vom Einkommen und Bildungsgrad der Eltern. Ein sozialer Aufstieg und die Möglichkeit seine Talente zu entfalten, sollte jedem Menschen möglich sein und Initiativen wie „Netzwerk Chancen“ unterstützen dies.

Darüber hinaus bin ich überzeugt davon, dass wir es schaffen müssen, die Bedeutung einer regulären Ausbildung in unserer Gesellschaft und Unternehmen zu stärken. Für mich liegt der Schlüssel zum Unternehmenserfolg in einer gelungenen Mischung aus Akademikern und Nicht-Akademikern, auch in höheren Führungsetagen. Jeder hat einzigartige Stärken und Perspektiven zu bieten, denn die Vielfalt und Erfahrungen tragen zur Kreativität und Innovation bei.