3 Fragen an Sofie Redding, PR Managerin, Mäurer & Wirtz

Foto: Picture People
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Kommunikation in einem mittelständischen Unternehmen bedeutet für dich?

Die Chance zu haben, die mannigfaltige Bandbreite an kommunikativen Maßnahmen der Consumer-, Corporate- und Influencer-PR auf nationaler und internationaler Ebene mit viel Gestaltungsspielraum, Eigeninitiative und hoher Verantwortungsbereitschaft kreativ ausleben und neu denken zu können. Unser Unternehmensstandort im rheinländischen Stolberg ist gleichzeitig unser Headquarter.  Sämtliche Wertschöpfungsprozesse und vor allem auch alle Marketing- und PR-Konzepte entstehen hier und werden hier umgesetzt. Wir sind also nicht gezwungen, Kampagnen aus internationalen Konzernen zu adaptieren.

Wir sind in der PR-Abteilung ein sehr kleines Team. Neben der Unternehmens-PR können wir für 15 Duftmarken und 10 Länder Kommunikationsstrategien  mit viel Gestaltungsfreiraum umsetzen.

Kannst du konkreter erklären, was deine Aufgaben im Bereich der Unternehmenstransformation hin zu mehr Globalität waren?

Im Rahmen der PR-Arbeit habe ich digitale und postalische PR-Aussendungen, ein Advertorial beim Streetwear-Blog Highsnobiety und diverse CEO-Interviews wie z.B. in der W&V umgesetzt sowie eigene Folgen für unseren CEO in verschiedenen Podcastformaten eingesteuert. Darüber hinaus ist es meine Aufgabe, meinen Case bei verschiedenen Awards einzureichen und die Awardkommunikation an die Presse umzusetzen. Mit dem Ziel, Sichtbarkeit für die Transformation innerhalb der Branche zu generieren. Zu meinen Aufgaben für unsere erste Nischenduftmarke Les Destinations gehörte zusätzlich die Organisation, Steuerung und Umsetzung eines exklusiven Events. Zu den Gästen zählten VIPs, branchenrelevante Influencer und Geschäfts- und Handelspartner sowie Parfümeure. Das zu erfüllende Ziel des Events war dabei, Mäurer & Wirtz bei Meinungsmachern der Duft- und Beautybranche als Hersteller der Nischenparfümerie zu positionieren, um so den Markteintritt in das Segment zu unterstützen.

Darüber hinaus wirken wir mit hohen Ansprüchen an unserer Nachhaltigkeit: Mäurer & Wirtz hat in den vergangenen zwei Jahren zwei innovative Nachhaltigkeitsduftkonzepte lanciert, welche zu 98 % recyclingfähig sind und die gesamte Wertschöpfungskette berücksichtigen. Um unser Unternehmen auch in diesem Bereich als innovativen Wegweiser zu positionieren, habe ich neben PR-Aussendungen Interviews mit Nachhaltigkeits-Speakern in diversen Fach- und People-Magazinen umgesetzt. Ich habe ein Leserinnen-Event mit BUNTE Magazin organisiert, um Endkonsumenten über das Thema Circular Beauty in der Duftbranche heranzuführen. Und eeinen Film zur Entstehung eines nachhaltigen Duftkonzepts gesteuert und die Awardkommunikation der Konzepte von diversen Beauty- und Marketingawards übernommen.

Nicht zuletzt hat die Kommunikation unserer Arbeitgeber-Exzellenz bei mir einen immer größeren Fokus eingenommen. Da wir für unseren modernen Führungsstil, die Benefits und der Vereinbarkeit von Beruf und Privatleben mehrfach als Arbeitgeber ausgezeichnet worden sind, haben wir im Rahmen der Corporate-PR diese Awards nicht nur an die Presse kommuniziert. Wir haben auch Corporate-Advertorials in Regionalzeitschriften eingesteuert.  Zur Stärkung der Arbeitgebermarke habe ich im Rahmen der Job-Challenge Rheinland vom DuMont-Verlag einen Film koordiniert. Dieser zeigt, wie der Tätigkeitsbereich und Arbeitsalltags eines Brand Managers in unserem Haus aussehen.

Welcher dieser Erfolge war aus deiner Sicht besonders bezeichnend?

Aus unternehmerischer Sicht waren besonders bezeichnende Erfolge, dass wir mit unserem ersten ganzheitlich nachhaltigen Duftkonzept nach nur sechs Monaten auf dem Markt den ersten „Green Award“ der Duftstars 2022 und damit den zukunftsweisenden und wichtigsten Preis der deutschen Duftbranche gewonnen haben. Für mich persönlich waren die überdurchschnittlich positiven Resonanzen bei den beiden PR-Events von Les Destinations und CARE ein besonderer Erfolg. Da wir nur ein sehr kleines PR-Team von drei Mitarbeitenden sind (und ich davon die einzige Vollzeitkraft), war die Organisation dieser beiden gänzlich unterschiedlichen Markenevents neben dem Tagesgeschäft eine große Herausforderung. Insbesondere weil ich vorher keine vollumfängliche Erfahrung im Event-Management hatte.