3 Fragen an Paula Accordi, Senior Specialist CEO Communications, SAP

Foto: Anna Jäpel
Foto: Anna Jäpel

Du gilts als Expertin für Personal Branding. Kannst du einige der Persönlichkeiten nennen, die du entwickelt hast?  Was  war dabei das größte Learning ?

Als Pressereferentin im baden-württembergischen Landtag wurde ich mit dem richtigen Handwerk für Personal Branding ausgestattet. Für diese Erfahrung bin ich sehr dankbar, denn danach durfte ich fast zwei Jahre für Anja Hendel, Managing Director bei diconium, einer VW-Software-Tochter, arbeiten. Im Mai 2023 erfolgte dann der Wechsel in das CEO-Communications Team von Christian Klein bei SAP. Politiker:innen müssen andere Erwartungen an ihre Stakeholder erfüllen als Vorstände von großen Konzernen. In beiden Feldern habe ich als zentrales Learning mitgenommen, dass sich politische Entscheider:innen als auch Executives hundertprozentig auf ihre Mitarbeitenden verlassen können müssen. Man kann eine Person nicht nach Lehrbuch gut positionieren. Man muss zunächst ihre Vision und ihre Persönlichkeit verstehen, erst dann lässt sich an den richtigen Stellschrauben drehen.

Was mir in dem Job besonders hilft, ist die Beziehungspflege zu den verschiedenen Stakeholdern: Als executive oder auch politischer Kommunikator ist man für die zu beratende Person eine Art Seismograf, der sowohl intern als auch extern jederzeit die kommunikative Situation einschätzen können muss.

Was fasziniert dich an der CEO-Kommunikation bei SAP?

Durch meine Tech-Affinität war mir schnell bewusst, dass ich gerne mal in einem Softwareunternehmen arbeiten möchte. Mich fasziniert, dass 85 % der Geschäftstransaktionen weltweit SAP-Prozesse durchlaufen. Damit hat SAP als einziger europäischer Techriese einen immensen Impact. Es motiviert mich sehr, diesen Purpose vor Augen zu haben. Christian Klein ist der jüngste CEO der DAX-Geschichte und setzt sich aktiv für junge Menschen ein, nicht nur innerhalb des Unternehmens, sondern auch durch diverse Engagements, wie z. B. bei Generation Unlimited von UNICEF. Es beeindruckt mich, wie er vom Schülerpraktikanten bis hin zum CEO das fünfzigjährige Unternehmen in seiner Transformation begleitet.

Wo siehst du dich beruflich in den nächsten Jahren?

Frei nach dem Zitat von Pippi Langstrumpf möchte ich mich nicht jetzt schon festlegen, sondern vertraue auch in Zukunft auf meine Fähigkeit, Neues gut zu meistern. In unserer volatilen Welt, gepaart mit dem technologischen Paradigmenwechsel durch AI, halte ich mich für jegliche Herausforderung bereit.