Hill & Knowlton: Auf welche Fähigkeiten und PR Skills die älteste Agentur der Welt heute setzt

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Hill & Knowlton: Fähigkeiten und PR Skills. Hill & Knowlton arbeitet international, mit über 70 Offices weltweit. Udo Becker ist bereits seit über 20 Jahren an Bord. Er weiß, was sich über die Zeit verändert hat – und was nicht – und was das für PR-Talente bedeutet.

Hill & Knowlton ist sich seit der Gründung vor fast 100 Jahren sehr treu geblieben, findet Udo Becker. „Mit der engen Zusammenarbeit der Standorte, der starken Branchen- und Service-Expertise stehen wir für das, was Kunden von einer internationalen Netzwerkagentur erwarten. Heißt: Wir sind kein Sammelbecken von Offices, sondern ein gut orchestriertes Netzwerk.“ Den Grundstein für H&K legte John W. Hill 1927 in Cleveland, Ohio, heute gehört die Agentur zur WPP Holding und hat aktuell über 70 eigene Büros in über 30 Ländern. Die Deutschlandniederlassung gibt es seit 1963.

„Unser Portfolio hat sich erweitert – aber wir haben uns schon immer mit einer großen Bandbreite von Themen beschäftigt.“ Udo Becker

Udo Becker ist seit 2002 an Bord, aktuell verantwortet er als Managing Director die Bereiche Corporate Reputation, Crisis Service und Training. Mit seinem 19-köpfigen Team kümmert er sich um Kunden aus den Branchen Energie, Industrie, Automobil oder Financial & Professional Services. Er weiß, welche Fähigkeiten und PR Skills man dafür braucht. Zu den Aufgaben gehören Unternehmenskommunikation, Krisenberatung, Coachings und Trainings sowie Change- und Restrukturierungsprozesse bis hin zur operativen Umsetzung von Maßnahmen wie zuletzt ein neues Corporate Image Video für einen großen Schweizer Robotik- und Automatisierungshersteller.

„Teamfähigkeit, Offenheit und Neugier gepaart mit einer hohen Verlässlichkeit sind immer noch die wichtigsten Eigenschaften.“

Und auch, wenn sich, so Udo Becker, kulturell nicht viel verändert hat und „wir schon immer an Diversität im Sinne unterschiedlicher Expertisen gewöhnt waren“ – so hat sich das Portfolio schon erweitert, und damit auch die Vielzahl an Jobprofilen, die sich in der Agentur wiederfinden: Creative Leads, Strategic Planner, Profis für Audio und Video…

Hill & Knowlton: diese Fähigkeiten und PR Skills braucht man

Bei den breit aufgestellten Berater:innen sind die digitalen Skills hinzugekommen. „Teamfähigkeit, Offenheit und Neugier gepaart mit einer hohen Verlässlichkeit sind immer noch die wichtigsten Eigenschaften.“

Udo Becker selbst ist also seit mehr als 20 Jahren bei Hill & Knowlton angestellt – und tatsächlich habe er es im globalen Austausch ebenfalls oft mit Menschen zu tun, die der Agentur ebenfalls so lange treu sind. Er schätzt das Vertrauensverhältnis über die Hierarchien und Länder hinweg. Young Professionals, die womöglich vor einer so großen, in eine Holding eingebundene Agentur zurückschrecken, sagt er: „Man wird von dieser Größe auf keinen Fall überwältigt, sie bietet aber tolle Chancen. Jede:r startet in einem kleinen Team von vier bis fünf Personen und hat immer eine:n direkten Ansprechpartner:in. Gleichzeitig hat man aber eben auch die Chance, über viele Tellerränder zu schauen.“ Das kann entweder auf Eigeninitiative passieren. Mit dem Ziel der Talententwicklung sprechen Führungskräfte ihre Mitabeiter:innen aber auch an und schlagen ihnen aktiv die Mitarbeit, beispielsweise in einem standortübergreifenden oder internationalen Team, vor.

Udo Becker

Hill & Knowlton: Trainee-Programm mit Übernahmegarantie

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Hill & Knowlton Trainee Programm: So läuft der Berufsteinstieg bei der ältesten Agentur der Welt. Einsteigen kann man hier sowohl als Kommunikationswissenschaftler:in, aber auch als Absolvent:in anderer Studiengänge. Alle Trainees werden nach einem Jahr übernommen.

Für Kommunikation hat sich Jale Sophie Engel schon früh interessiert. Im Soziologie-Studium beschäftigte sie sich zum Beispiel damit, Öffentlichkeit für benachteiligte Gruppen zu schaffen. Trotzdem war der Berufseinstieg in einer Agentur für sie gar nicht so naheliegend. „Zuerst war ich unsicher, welche Voraussetzungen oder Kommunikationskenntnisse man für einen Job in der PR braucht“, so Jale Sophie. Wie so oft war es ihr Netzwerk, das sie weiterbrachte: Einer ihrer LinkedIn-Kontakte war bei Hill & Knowlton beschäftigt, mit ihr sprach sie über das Trainee-Programm und erfuhr, dass dieses genau dafür da sei, das Handwerkszeug zu erlernen, das man als Berater:in in der Kommunikation braucht. Für Berufseinsteiger:innen aus Geistes- oder Gesellschaftswissenschaften wie Jale eignet sich das Programm damit ebenso wie für Absolvent:innen kommunikationswissenschaftlicher und Medienstudiengänge.

„Zuerst war ich unsicher, welche Voraussetzungen oder Kommunikationskenntnisse man für einen Job in der PR braucht.“ Jale Sophie Engel

Gestartet hat die 26-Jährige im April 2023 als PR-Trainee im Bereich Consumer Goods. Sie war von Anfang an ins Daily Business eingebunden und bekam ihre festen Kunden. Zu den Aufgaben gehörten beispielsweise Monitorings und das Schreiben von Pressemitteilungen. „Ich hatte direkt eigene Verantwortungsbereiche, gleichzeitig aber auch die Sicherheit, dass immer jemand nochmal über meine Aufgaben drüber schaut“, so Jale Sophie. „Gerade zu Beginn war außerdem genügend Zeit, an Sessions von LinkedIn Learning teilzunehmen. Hier konnte ich mir die Inhalte und Zeiten selbst zusammenstellen.“ Eigenverantwortliches Arbeiten ist gefragt, dazu gehört auch, Ressourcen zu planen – und selbstständig auf die Unterstützung von Praktikant:innen und Werktstudent:innen zuzugreifen.

Berufseinstieg bei Hill & Knowlton: So ist das Trainee Programm bei der Agentur aufgebaut

Verzahnt ist das Trainee-Programm bei Hill & Knowlton mit einem Weiterbildungsplan: Einmal im Monat sind zwei Tage für Trainings geblockt: Präsentieren, Storytelling, Kommunikationstheorie… An diesen Formaten können auch seniorigere Mitarbeiter:innen teilnehmen, gehalten werden sie von Experten und Expertinnen aus der Agentur. Exklusiv für die Trainees gibt es jedes Jahr ein Camp, auf dem sich die Gruppe für drei volle Tage einer Aufgabe eines tatsächlichen Kunden widmet und am Ende vor ihm pitched. Eher informell treffen sich die Trainees, Praktikant:innen und Werkstudent:innen einmal im Monat zum Stammtisch und laden eine:n Expert:in aus dem globalen Netzwerk ein, um mehr über Themen wie New Business, Krisenkommunikation oder Unterschiede der Kundensektoren zu lernen.

„Die Zusammenarbeit ist wenig hierarchisch, aber man weiß, wer Verantwortung übernimmt, falls es mal Fragen oder Unsicherheiten gibt.“ Jale Sophie Engel

Jale Sophie schätzt die Kultur bei Hill & Knowlton. Auch als Trainee habe man engen Kontakt mit Managing Direktors und Vorgesetzten, sodass sich die Zusammenarbeit standort- und teamübergreifend wenig hierarchisch anfühle. Gleichzeitig wisse man aber auch immer, wer Verantwortung übernimmt, falls es mal Fragen oder Unsicherheiten gibt.“ Auch wenn das Gehalt, das gibt sie zu, für Trainees mit 2.500 Euro brutto etwas niedriger angesetzt sei, als bei anderen Stellen, die man nach einem fünfjährigen Studium annehmen könnte – etwa in einem Konzern – steht es aus ihrer Sicht doch in einem überzeugenden Verhältnis zu den Chancen, die man bei Hill & Knowlton dafür bekommt: Das Traineeship umfasst eine breite Ausbildung, zusätzliche Programme oder die Möglichkeit die anderen Standorte zu besuchen. Dazu passe das Gehalt. Im Frühjahr wird sie zudem eine Gehaltserhöhung bekommen, denn dann wird Jale unbefristet als Account Executive übernommen – diese Garantie haben seit diesem Jahr alles Trainees.

Jale Sophie Engel

Pitch-Workshop für Studis: Zwei Hochschulgruppen waren zu Gast bei LHLK

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Ende November organisierte LHLK einen Pitch-Workshop für Studierende aus Bamberg und Passau. Konkret angesprochen wurden Mitglieder der Studi-Initiativen BasKo und MuK Aktiv. Die Organisation erfolgte im Zusammenspiel von Alumni und Studierenden – so sollte möglichst gezielt auf die Fragen eingegangen werden, die beim Nachwuchs aufkommen, wenn er zum ersten Mal in die Agenturwelt schnuppert. Tanja Sadler und Leonie Huber studieren im siebten Semester und berichten für #30u30 von dem Workshop.

Mit dem BasKo-Verein versuchen wir immer wieder, ehemalige und aktuelle Mitglieder miteinander zu verbinden, um den Studierenden die Möglichkeit zu bieten, in Berufsfelder der Kommunikation reinzuschnuppern. LHLK hatte uns verschiedene Formate vorgeschlagen, entschieden haben wir uns für einen Pitch-Workshop. Wir sollten also Einblicke in die Räume der Agentur LHLK erhalten, uns aber auch ganz praktisch mit Aufgaben für echte Kunden ausprobieren.

Studentischer Erfahrungsbericht Pitch Workshop bei LHLK

Im Zuge des Studiums wird einem sehr viel über die Theorie der PR-Arbeit beigebracht. Sich vorzustellen, was dies in den Anwendungen heißt, ist oft schwierig. Deswegen war unsere Erwartung an den Workshop, einen Einblick in den konkreten Beruf erhalten und zu erfahren, wie es in einer Agentur „so läuft“. Außerdem wünschten wir uns, nach dem Workshop einen Pitch – als Übung für den Beruf – möglichst realitätsnah durchführen zu können. Es war interessant für zu sehen, mit welchen Marken zusammengearbeitet wird und auch, wie unterschiedlich die Betreuung verschiedener Marken abläuft.

„Uns wurde um einiges klarer, wie viel Aufwand ein richtig gut ausgearbeiteter Pitch ist.“ Tanja Sadler und Leonie Huber

Geleitet und organisiert wurde der Workshop von Geschäftsführerin Kathrin Feigl  sowie von Junior Beraterin Julia Martin und Hannah Heimerl, aktuell Praktikantin bei LHLK. Nachdem wir in einer entspannten Kennenlernrunde die Studis von MuK Aktiv aus Passau und die Workshopleiterinnen kennenlernen durften, stiegen wir direkt in die Thematik Public Relations ein. Kathrin Feigl erklärte uns die Arbeit der Agentur und stellte uns die Marken vor, für die die Agentur arbeitet. Fragen durften direkt stellen und bekamen persönliche und ausführliche Antworten.

Pitch mit konkreten Kundenaufgaben

Nach dem allgemeinen Teil erarbeiteten wir uns interaktiv die wichtigen Aspekte, die es für einen guten Pitch benötigt. Wie soll er aufgebaut sein? Was sind die wichtigsten Inhalte? Was muss man bei verschiedenen Marken beachten? Uns wurde um einiges klarer, wie viel Aufwand ein richtig gut ausgearbeiteter Pitch ist und dass die Erfolgsquote, einen Kunden von sich zu überzeugen, gar nicht mal so hoch ist. Ein Pitch bedarf also guter Überlegung und Planung, das haben wir definitiv gelernt!

„Markentransformation, Employer Branding, Tough Leadership: Erst bei der Erarbeitung der Cases wurde uns so richtig klar, was diese Begriffe bedeuten.“ Tanja-Maria und Leonie Huber

Wir sollten Kommunikationsstrategien zur Markentransformation eines Technologieunternehmens, zum Employer Branding einer Versicherung, zur Digitalisierung des Netzwerk eines Bundesministeriums und zu Though Leadership bei einer Unternehmensberatung auf die Beine stellen. Erst bei der Erarbeitung der Cases wurde uns so richtig klar, was diese Begriffe bedeuten und was eigentlich dahintersteckt. Die Gruppen waren aus beiden Vereinen zufällig gemischt, sodass wir die Möglichkeit hatten, viele verschiedene, inspirierende und vielfältige Ideen zu sammeln und als Team zusammenzuwachsen. Anschließend präsentierten wir unsere Pitches in verschiedensten Variationen und holten uns Feedback von den anderen Teilnehmer:innen sowie von den LHLK-Repräsentantinnen.

Zum Schluss besprachen wir unsere Learnings des Tages sind und gaben selbst Feedback zum Workshop:  Viele erfahrene Kolleg:innen erzählen einem im Laufe des Studiums, dass sich Unternehmen und Agentur in ihrem alltäglichen Arbeiten stark unterscheiden. Wie diese Unterscheide aussehen, ist einem ohne einen richtigen Einblick aber gar nicht richtig bewusst. Bei LHLK haben wir gelernt: Das gemeinsame Arbeiten ohne Hierarchien und vor allem das abwechslungsreiche Geschäft machen eine Agentur besonders aus.

„Unsere Vereinsmitglieder können jetzt über ein Praktikum oder Traineeship bei LHLK nachdenken und kennen schon erste Ansprechpartner:innen.“  Tanja Sadler und Leonie Huber

Es war es toll, mit einer anderen Hochschule und den Mitarbeiterinnen von LHLK zu interagieren. Unsere Vereinsmitglieder können jetzt über ein Praktikum oder Traineeship bei LHLK nachdenken und kennen schon erste Ansprechpartner:innen. Dies ist für viele sehr hilfreich, da einige von uns bald mit dem Bachelor fertig sind.

Learnings und Verbesserungsvorschläge

Was wir uns noch wünschen würden? Mehr Begriffserklärungen wären hilfreich gewesen. Für was steht „Though Leadership“ oder „Employer Branding”. Die Begriffe wurden zwar greifbar durch das Erarbeiten der Kommunikationsstrategien, doch vorher waren diese Begriffe uns noch nicht begegnet, weder im Alltag oder in unserem Studium. Bei den Cases wurden wir etwas ins kalte Wasser geschmissen. Das hat zwar im Endeffekt gut funktioniert. Aber mehr Hintergrund zu den Cases und einzelnen Kommunikationsstrategie im Vorfeld hätte nicht geschadet 🙂

Trotzdem: Wir sind super zufrieden und dankbar für diesen tollen Workshop uns freuen uns auch in Zukunft auf weitere Workshops oder andere Formate mit LHLK!

Tanja Sadler

Leonie Huber

Kathrin Feigl

Julia Martin

365 Sherpas – Die Agentur setzt auf Ersthelfer:innen für psychische Gesundheit

Erste Hilfe für psychische Gesundheit bei der Agentur 365 Sherpas: Roxana Leps ist Ersthelferin für psychische Gesundheit in der Agentur 365 Sherpas. Im Interview erzählt die Personalerin, wie es dazu kam und was ihre Aufgaben sind. Und Sie sagt deutlich: Es braucht mehr von uns!

Seit wann gibt das Angebot Erste Hilfe für psychische Gesundheit bei der Agentur 365 Sherpas?

Die Personaler:innen wurden im September 2021 zum Thema „mentale Belastungen und Erkrankungen“ geschult. Die Ausbildung der ersten mentalen Ersthelfer:innen im Rahmen eines sogenannten MHFA-Ersthelferkurses hat dann beim ZI – Zentralinstitut für seelische Gesundheit im Februar und März 2023 stattgefunden. Teilnehmen konnten alle Mitarbeitenden, also nicht nur die Personalabteilung.

Was waren die Beweggründe? Gab es eine Initialzündung, einen Vorfall oder Ähnliches?

Die Zahl der Menschen mit psychischen Belastungen ist in den vergangenen Jahren deutlich gestiegen. Untersuchungen belegen, dass pro Jahr mehr als jede:r vierte Erwachsene in Deutschland an einer psychischen Erkrankung leidet. Deshalb ist für uns ein Arbeitsumfeld enorm wichtig, in dem das Thema mentale Gesundheit offen, vertraulich und vorurteilsfrei besprochen werden kann. Um eine solche Kultur zu schaffen, sind das Wissen über die gängigen psychischen Belastungen im Arbeitskontext und eine konstruktive Kommunikation wichtige Bausteine. Die ausgebildeten mentalen Ersthelfer:innen können mit ihrem Wissen belasteten Mitarbeitenden als Ansprechpartner:innen zur Seite stehen und Kolleg:innen frühzeitig unterstützen, andererseits auch die Führungskräfte bestmöglich beraten.

Wie seid ihr bei der Einführung des Angebots vorgegangen? Wo habt ihr euch über Kurse, Zertifikate ect. informiert?

Da das Thema in den vergangenen Jahren an öffentlicher Präsenz gewonnen hat, gibt es  inzwischen eine Menge Anbieter. Die Kolleg:innen haben vor allem online recherchiert und Informationen eingeholt. Wir haben uns in der Hirschen-Group für das MHFA* Ersthelfer-Programm (*Mental Health First Aid) in Trägerschaft des genannten ZI – Zentralinstitut für seelische Gesundheit in Mannheim entschieden, da die Inhalte des Kurses auf wissenschaftlichen Grundlagen und einem wissenschaftlich überprüften Konzept basieren und die Ausbildung durch Mediziner:innen und Psycholog:innen erfolgt. Wichtig war uns außerdem, die Ernsthaftigkeit der Ausbildung durch die anschließende Möglichkeit zur Zertifizierung zur/zum „Mentalen Ersthelfer:in für psychische Gesundheit“ mit einer Prüfung zu verdeutlichen. Die Ausbildung umfasste sechs Module.

Wie viele Ersthelfer gibt es mittlerweile im Unternehmen?

Bisher gibt es bei 365 Sherpas für 50 Mitarbeitende zwei Kolleginnen, mit dem klaren Ziel auf jeden Fall mindestens einen weiteren Kollegen zu schulen. In der Hirschen-Group, zu der 365 Sherpas mit seinen Schwesteragenturen gehört, haben wir mittlerweile circa 30 Ersthelfer:innen.

Was sind die Aufgaben von psychischen Ersthelfern?

Einerseits unternehmensweit Awareness für das Thema zu schaffen und Botschafterin für die Themen mentale Gesundheit und Wohlbefinden zu sein mit dem Ziel, das Thema zu entstigmatisieren und andererseits natürlich konkrete und vor allem frühzeitig Unterstützung anzubieten. Also Ansprechperson zu sein für mentale Belastungen jeder Art – für Betroffene oder Beobachter:innen und Führungskräfte. Bei Bedarf Zuhören, Begleiten, Da sein und gegebenenfalls die Vermittlung von professionellen, externen Hilfsangeboten.

Wie reagieren die Kollegen und Kolleginnen auf das Angebot Erste Hilfe für psychische Gesundheit bei der Agentur 365 Sherpas?

Wir bekommen sehr, sehr positives Feedback! Wir rufen regelmäßig in Erinnerung, dass es uns Ersthelfende gibt und sprechen das im Onboarding neuer Kolleg:innen aktiv an.

Was tut die Hirschen Group noch im Bereich mentaler Gesundheit?

Im Rahmen der Hirschen Group-weiten Brave Academy gibt es regelmäßig Sessions zur mentalen Gesundheit für alle Mitarbeitenden, in denen es beispielsweise um Instrumente bei Stress, zur Selbstwirksamkeit etc. geht. (Mehr zu Berufseinstieg und Weiterbildungen bei den 365 Sherpas)

Was würdest du jemandem raten, der ebenfalls gerne Ersthelfer für psychische Gesundheit sein möchte?

Am wichtigsten ist es, sich vorab zu fragen, ob man die notwendigen persönlichen Voraussetzungen mitbringt und bereit ist, andere Menschen in schwierigen und unter Umständen auch für einen selbst belastenden Situationen zu unterstützen und zur Seite zu stehen. Die- oder derjenige sollte deshalb emotional belastbar sein und die Fähigkeit besitzen, auch in schwierigen Situationen ruhig zu bleiben. Außerdem sind großes Empathievermögen und die Fähigkeit gut zuzuhören extrem wichtig. Man sollte außerdem gut Beziehungen zu Menschen aufbauen können und eine offene und einfühlsame Gesprächsumgebung zu schaffen. Und ganz grundsätzlich: Ich finde es wichtig, dass sich noch viel mehr Menschen zu Ersthelfer:innen für psychische Gesundheit ausbilden lassen. Denn gerade bei seelischen Erkrankungen braucht es ein achtsames Umfeld, das Belastungen erkennt und frühzeitig handelt! Deshalb fände ich es gut, wenn das Wissen um Erste-Hilfe für die Psyche genauso verbreitet wäre wie beispielsweise Erste-Hilfe bei körperlichen Notfällen.

Roxana Leps

3 Fragen an Alina Noël Voigt, Communication Specialist & Press Officer AT, H&M

Foto: Marie Sophie Adorf
Foto: Marie Sophie Adorf

Alina Noël Voigt, was war dein größtes Learning während deiner Zeit als Kommunikatorin am deutschen Expo-Pavillon in Dubai?

Alina Noël Voigt: Mein größtes Learning war, dass man mit Teammitgliedern, die zusammenhalten, sich wertschätzen und sich gegenseitig unterstützen, jede kommunikative Aufgabe mit Bravour meistern kann.

Mittelstand oder Konzern – wo sind die kommunikativen Herausforderungen größer?

Im Konzern. Hier befindet man sich oft noch stärker im Fokus der Öffentlichkeit und hat zudem häufiger mit einer kritischeren Bewertung durch die Gesellschaft zu kämpfen. Deshalb kann die sichere Navigation des Unternehmens sich gerade in Krisenzeiten noch schwieriger gestalten.

Wie fühlt es sich an, als Deutsche in Wien zu arbeiten?

Allem voran ist Wien eine wunderschöne Metropole mit Wohlfühlfaktor, die nicht zufällig aktuell wiederholt zur Stadt mit der weltweit höchsten Lebensqualität gewählt wurde. Spannend ist in kommunikativer Hinsicht, dass hier in Österreich, und besonders in Wien, eine andere Art der privaten, geschäftlichen und professionellen Kommunikation vorherrscht. In Deutschland kommunizieren wir deutlich direkter. Wir bringen Sachen schneller auf den Punkt, während in Österreich ein enormer Wert auf Zurückhaltung und Indirektheit gelegt wird. Dies war definitiv eine Umstellung für mich.

Oseon – Halb Mensch halb Einhorn: Wie die Agentur sich den „Themen der Zukunft“ widmet

2022 Oseon - Agenturmeeting Weihnachtsfeier

So arbeitet die Agentur Oseon: Die Agentur Oseon mit Sitz in Frankfurt und Hamburg kümmert sich um Zukunftsthemen. Entstanden ist das ganze als One-Man-Show, heute beschägftigt Oseon 20 Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen. Tendenz steigend. 

Tapio Liller ist kein Freund davon, sich als Branche immer nur gegenseitig auf die Schulter zu klopfen. Das ehrliche Wort findet er viel inspirierender – „auch mal zu sagen, was nicht so gut läuft.“ Deshalb erzählt er auch gerne von einem Moment aus der Anfangszeit seiner Kommunikationsagentur Oseon, an dem er gemerkt habe, „dass ich da grundsätzlich etwas ändern muss.“ Er war seit knapp drei Jahren auf dem Markt, beschäftigte einen Mitarbeiter, hatte Aufträge und machte genügend Umsatz, um sich und seinen Kollegen zu bezahlen. „Wir hatten gut zu tun, aber irgendwann kam ich mit meiner eigenen Leistungsfähigkeit an eine Grenze.“ Er „verbaselte“, wie er selbst sagt, den Termin für einen Pitch – ausgerechnet einen, der es ihm erlaubt hätte, einen weiteren Mitarbeiter einzustellen.

Aus Fehlern lernt man

Das zeigte ihm, dass er seine Agentur auf mehrere Füße stellen musste, wenn er weiter erfolgreich sein wollte: Manuela Moore, mit der er vorher bereits bei Hotwire zusammengearbeitet hatte, stieg 2012 als Partnerin bei Oseon ein, 2016 kam Gerrit Breustedt dazu. Heute beschäftigt Oseon rund 20 Kommunikationsberater und -beraterinnen. „In den kommenden Jahren dürfen das gerne noch deutlich mehr werden“, so Tapio Liller.

Und so arbeitet die Agentur Oseon: Sie sieht sich als Partner für Zukunftsthemen. Dafür steht auch das Logo aus dem androgynen Menschenkopf mit dem Element des Einhorns, als „inspiriertem Wesen“: Die angestrebte Art der Kommunikation braucht das Besondere, ist aber doch von Menschen für Menschen gemacht.

„Wir wollen dabei das Gefühl haben, dass wir mit unserer Arbeit einer guten Sache zum Fortschritt verhelfen.“ – Manuela Moore

Entstanden aus einer Lücke in der Agenturlandschaft, die um 2008 herum entstand, als die Themen digitale und Social Media Kommunikation aufkamen, sind die Chefs heute „froh, dass wir keine reine Social-Media-Schmiede“ geworden sind.

Themengetrieben: So arbeitet die Agentur Oseon

Stattdessen setzen sie auf ganzheitliche, von Themen getriebene PR. Die Branchen sind anspruchsvoll, die Geschäftsmodelle und Produkte der Kunden eher erklärungsbedürftig: Fintech, Greentech, Traveltech… „Wir wollen für Kunden arbeiten, bei denen Technologie und Digitalisierung das Business prägen“, so Manuela Moore. „Und wir wollen dabei das Gefühl haben, dass wir mit unserer Arbeit einer guten Sache zum Fortschritt verhelfen.“ Einem Software-Anbieter, der einen Großteil seines Umsatzes in der Rüstungsindustrie, primär mit Angriffswaffen, machte, sagte man ab.

„Es ist uns wichtig, dass wir die Interessen in unseren Teams aufnehmen und hier eine Expertise aufbauen – auch frühzeitig für zukünftige Mandate.“ – Manuela Moore

In Themenbereiche wie Femtech hingegen arbeiten sich einzelne Mitarbeiterinnen aktiv ein, auch, wenn noch kein entsprechender Kunde auf dem Portfolio steht. „Es ist uns wichtig, dass wir die Interessen in unseren Teams aufnehmen und hier eine Expertise aufbauen – auch frühzeitig für zukünftige Mandate“, so die Managing Partnerin. Ihr und ihren Partnern ist es besonders wichtig, dass Menschen, die bei Oseon anheuern, sich offen und neugierig zeigen: erkennen, welche Debatten an der Schnittstelle zwischen Politik, Wirtschaft und Gesellschaft stattfinden und wie die betreuten Unternehmen sich dazu positionieren können. Im konkreten Alltagsgeschäft sieht das dann so aus: Zeitungen lesen, Newsblogs abonnieren, Meinungen vergleichen, Themen entwickeln, Redakteure recherchieren und kontaktieren, Gastbeiträge schreiben.

Darüber hinaus lernen bei Oseon bereits Berufseinsteiger Kompetenzbereiche wie Account Management und Kundenführung kennen. Ob das remote geschieht oder am Flexi-Desk im Hamburger oder Frankfurter Büro, ist jedem selbst überlassen: Insgesamt will das Führungsteam ein Umfeld schaffen für PR-Talente, die eigenverantwortlich an unterschiedlichen Themen arbeiten und mit ihren Aufgaben wachsen wollen.

Manuela Moore

Tapio Liller

Oseon – Wie der Berufseinstieg auch in Teilzeit gelingt

2023 Oseon - Fotosafari Werkstatt-Tage

Berufseinstieg bei der Agentur Oseon: Manuel Tietze und Laura Müller haben als Trainees bei Oseon gestartet – Manuel in Voll- und Laura in Teilzeit. Wie der Berufseinstieg ablief, verraten die beiden im Interview.

Laura, wie kam es dazu, dass du dein Trainee-Jahr in Teilzeit absolviert hast?

Laura: Wie viele Menschen habe auch ich während der Corona-Pandemie mein altes Hobby wiederbelebt: das Reiten. Ich habe die Verantwortung für ein Pferd übernommen, was sehr zeitintensiv ist. Außerdem habe ich mir einen Welpen zugelegt, der natürlich viel Aufmerksamkeit und Erziehung benötigte. Mir war bewusst, dass das in einer 40-Stunden-Woche nur schwer möglich ist. Beides habe ich in der Bewerbungsphase bewusst kommuniziert.

Wie war die Reaktion auf Agenturseite?

Laura: Absolut positiv. In der Stellenausschreibung waren Voll- und Teilzeit als Option angegeben. Im Bewerbungsgespräch war dann auch Thema, dass Teilzeitstellen bei Oseon nichts Ungewöhnliches sind. So ist es dazu gekommen, dass ich mit 75 Prozent als Trainee gestartet bin. Prinzipiell ist die Ausgestaltung von Teilzeitmodellen bei Oseon recht flexibel. Ich entschied mich damals für eine Vier-Tage-Woche, sodass ich Freitags frei hatte und Mittwochs sechs, anstelle von acht Stunden arbeitete.

Reichen diese 75 Prozent – gerade in der lernintensiven Anfangszeit und um zum Berufseinsteiger bei der Agentur Oseon Fuß zu fassen?

Laura: Aus meiner Erfahrung: ja! Man muss allerdings gut organisiert sein und sich eng mit den Kolleg:innen abstimmen. Ich habe beispielsweise meine Aufgabenplanung für jede Arbeitswoche transparent mit meinen Teamleiter*innen geteilt. Das hat mir bei der Priorisierung der Aufgaben und der Abstimmung zu meiner Auslastung sehr geholfen. Mir hat außerdem das Mentoring, das jeder*r zum Berufseinstieg bei der Agentur Oseon bekommt, sehr viel gebracht. Meine Mentorin hat mir dabei geholfen, einzuschätzen, was ich in welcher Zeit schaffen kann und mir regelmäßig Kniffs und Tricks weitergegeben. Für mich hat sich das Traineeship als die richtige Alternative für eine weitere Qualifizierung herausgestellt. Ich hatte im Vorfeld noch darüber nachgedacht, ein Fernstudium in Unternehmenskommunikation und PR zu machen, aber ich habe in der Praxis dann so viel gelernt, dass ich davon abgesehen habe.

75 Prozent Arbeit bedeuten auch 75 Prozent Gehalt? Kommt man damit aus?

Manuel: Trainees in Vollzeit verdienen bei Oseon 2.500 Euro brutto, das ist etwas mehr als der Durchschnitt in Agenturen. Junior-Berater*innen starten bei uns mit 3.000 Euro brutto.

Manuel, du hast wie Laura im Sommer 2022 als Trainee bei Oseon gestartet, allerdings in Vollzeit. Was hat dich an dem Job gereizt?

Manuel: Ich habe einen recht klassischen Werdegang: Bachelor in Kommunikationswissenschaft, Master in Kommunikationsmanagement und Praktika in Netzwerkagenturen und NGOs. So hat sich herauskristallisiert, dass ich in einer eher kleineren Agentur im Bereich PR arbeiten möchte, am liebsten mit Tech-Fokus. Und genau das habe ich bei Oseon gefunden.

Wie liefen Bewerbung und Einstellung ab?

Laura: Ich fand ihn erfrischend abwechslungsreich. Schon in der Stellenausschreibung standen Denkanstöße, welche Inhalte für das Motivationsschreiben interessant sein könnten – zum Beispiel, was den oder die Bewerber*in an der Kommunikation fasziniert und warum man denkt, dass man hier Fuß fassen kann.

Manuel: Mir hat gefallen, dass man schon in der Bewerbungsphase die Chance hatte, das gesamte Team kennenzulernen. Es gab einen Chemistry Check mit der kompletten Agentur. Das war natürlich erst einmal recht overwhelming. Aber es hat mir meine Entscheidung leicht gemacht. Auch die Informationen darüber, dass der Berufseinstieg bei Oseon recht flexibel ist und man schnell Verantwortung übernehmen kann, waren für mich ein Pluspunkt. Das Traineeship ist zum Beispiel auf ein Jahr angelegt, man kann aber auch schon früher Junior-Berater*in werden. Nach gut vier Monaten hatte ich zusammen mit meinem Chef einen New-Business-Pitch, der zum Erfolg führte – da wächst natürlich die Motivation.

Bei euch beiden war das nach einem halben beziehungsweise dreiviertel Jahr der Fall. Was hat sich nach dem Berufseinstieg bei der Agentur Oseon für euch geändert?

Manuel: Man arbeitet jetzt noch selbständiger. Am Anfang war meine Mentorin als Vertrauensperson die wichtigste Stütze, sie hat mir geholfen, mich zu sortieren und Aufgaben zu priorisieren.

Laura: Das vierwöchige Onboarding-Programm und die Trainings am Anfang sind sehr strukturiert. Sie beinhalten zum Beispiel ein Schreibtraining, da unsere Chef*innen großen Wert auf qualitativ hochwertige Texte legen. Trotz des umfangreichen Trainingsangebots hatten wir auch direkt nach unserem Onboarding schon eigene Aufgaben wie kleine Pitches bei Journalist*innen inklusive Recherche, Umsetzung und Reporting oder Workshops mit Kund*innen. Im Moment haben wir noch keine Führungsverantwortung für eigene Kund*innen, aber darauf möchte ich gerne hinarbeiten.

Laura Müller

Manuel Tietze

3 Fragen an Leyla Yazdan Panah, PR-Manager Immuno-Respiratory, Sanofi-Aventis

Foto: Thomas Lohnes
Foto: Thomas Lohnes

Leyla Yazdan Panah, dein Weg war von Anfang an sehr spezifisch – begonnen mit dem Studiengang Health Communication. Woher wusstest du so früh, in welche Richtung es beruflich gehen soll?

Leyla Yazdan Panah: Eigentlich wusste ich das gar nicht so früh und war nach dem Abitur etwas verloren bei dem ganzen Angebot an Studiengängen. Mir war aber immer klar, dass ich „irgendetwas mit Medien“ machen möchte und das Gesundheitswesen fand ich immer sehr spannend, daher war „Health Communication“ die perfekte Kombination aus beiden Interessen. Für mich persönlich war das ein echter Glücksgriff.

Du bist nach zwei Agentur-Stationen in ein Unternehmen gewechselt. Warum?

Leyla Yazdan Panah: Nach vier Jahren Agentur hat mich das Arbeiten innerhalb eines Konzerns sehr interessiert. Ich wollte tiefer in Themen einsteigen und auch die Business-Perspektive stärker einnehmen können. Die Agentur-Zeit war spannend und hat mich sehr gut auf meine heutigen Aufgaben vorbereitet.

In deiner Nominierung steht, dass du die Digitalisierung von Sanofi mit vorantreibst. Was tust zu konkret?

Leyla Yazdan Panah: Ich bin Teil verschiedener Initiativen, die – zum Teil interdisziplinär – prüfen, in welchen Bereichen, wir interne aber auch externe digitale Lösungen anbieten können. Gerade im Gesundheitssektor gibt es hier noch einige Möglichkeit. Ärzt*innen und Patient*innen von heute sind auf allen Plattformen unterwegs, daher sollten diese Kommunikationswege genutzt werden. Im Bereich der Fachkommunikation gibt es da allerdings einiges zu beachten, z. B. das Heilmittelwerbegesetz. Das macht es für mich so spannend, an digitalen Lösungen zu arbeiten.

3 Fragen an Fin Stempel, Manager Public Affairs & Relations, Raisin

Foto: privat
Foto: privat

Fin Stempel, wieviel Wert ist deiner Meinung nach ein Uni-Abschluss, wenn man in der Kommunikation arbeitet?

Fin Stempel: Ich studiere neben meiner Vollzeitstelle bei Raisin Medien- und Kommunikationsmanagement mit einem Schwerpunkt in internationalem Management. Ich bin sehr dankbar , dass ich mich auch ohne abgeschlossenes Studium stets durch meine Arbeit auszeichnen konnte. Ich glaube, dass man mit einem ausgeprägten Eigeninteresse auch ohne Studium erfolgreich in so ziemlich jeder Disziplin sein kann. Theorie und Praxis können sich aber auch sehr gut ergänzen und einander Impulse geben.

Über welche Medienplatzierung hast du dich am meisten gefreut?

Fin Stempel: Über zwei Platzierungen habe ich mich besonders gefreut: Zum einen, dass ich eine Verbraucher-PR-Story ins Fernsehen bringen konnte. Es hat viel Spaß gemacht mit der Redakteurin und dem Kamerateam für die O-Töne und Aufnahmen zusammenzuarbeiten – besonders weil wir spontan noch Inhalte anpassen mussten. Zum anderen eine Handelsblatt-Platzierung, bei der vom Pitch bis zur Veröffentlichung nur wenige Stunden vergingen. Der Umstand, dass in kürzester Zeit noch neue Daten vor Druckschluss auszuwerten und nachzureichen waren, hat diese Platzierung für mich besonders erfolgreich gemacht. Mir macht der Job besonders Spaß, wenn man auch mal gegen die Zeit arbeiten muss.

Was ist die größte Herausforderung an der Kommunikation im FinTech?

Fin Stempel: Nicht nur Raisin, sondern die gesamte FinTech-Branche erweitert ihre Wertschöpfung stetig über neue Produkte, Geschäftsbereiche und Märkte. Ein Verständnis für alle verschiedenen Bereiche von B2B-Marktanalysen über spezielle Produktausgestaltung von Sparprodukten über Private Equity bis hin zum Geldmarkt-Portfolio, die Dienstleistungen unserer Service Bank und EU-Gesetzesvorhaben für Public Affairs zu haben und immer auf dem Laufenden zu sein, finde ich am herausforderndsten.

3 Fragen an Hendrik Stamm, Senior Account Executive, Edelman

Foto: privat
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Hendrik Stamm, du hast an der Kölner Journalistenschule gelernt. Warum der Weg in die Beratung?

Hendrik Stamm: Die Kölner Journalistenschule hat mir das Handwerk des Schreibens beigebracht und damit eine wichtige Grundlage für meinen heutigen Beruf gelegt. Allerdings habe ich mich in der journalistischen Ausbildung und Praxis oft in meiner Kreativität eingeschränkt gefühlt. Das ist in der Beratung und Kommunikation anders. Über ein Praktikum bin ich dann auf der anderen Seite“ gelandet.

Was treibt dich an, neben deinem Job noch andere Projekte wie zum Beispiel im Hörfunk zu verwirklichen?

Hendrik Stamm: Ich fand es schon immer spannend, mich in verschiedenen Bereichen der Medienwelt auszuprobieren. So produziere ich für den Freien Lokalrundfunk Köln alle zwei bis drei Monate eine Reisesendung. Darin berichte ich mit einer Freundin über Reiseziele, die wir besucht haben. Ich denke, dass ich dadurch Inspirationen für verschiedene Formate und Mediengattungen bekomme. Das hilft mir auch in der täglichen Arbeit mit Kunden und in der Beratung.

Was macht eine gute Arbeitskultur für dich aus?

Hendrik Stamm: Für mich ist es wichtig, ein produktives Arbeitsumfeld vorzufinden, in dem man seine Arbeit auf die eigene Art und Weise erledigen kann. Eine positive Grundstimmung und eine unterstützende, aber lockere Atmosphäre spielen dabei eine wichtige Rolle. Der regelmäßige Austausch mit Kolleg:innen, auch aus anderen Teams, ermöglicht es aus meiner Sicht, Herausforderungen am Standort gemeinsam schnell aus dem Weg zu räumen.